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Überwachung eines CentOS 5.2 Servers mit munin und monit

Version 1.0
Autor: Falko Timme <ft [at] falkotimme [dot] com>
Last edited 11/11/2008

In dieser Anleitung erfahrt Ihr wie man einen CentOS 5.2 server mit munin und monit überwacht. munin erstellt schicke kleine Graphiken zu fast allen Leistungen des Servers, wie CPU-Auslastung, eth0 Traffic, MySQL Durchsatz, durschnittliche Auslastung etc., und zwar ohne viel konfigurieren zu müssen. monit überprüft die laufenden Dienste wie Apache, MySQL, Postfix und kann gegebenenfalls einen Neustart veranalssen wenn die Dienste sich nicht korrekt verhalten. Die beiden Dienste kombiniert geben die Möglichkeit einer kompletten, graphisch dargestellten Überwachung dass aktuelle oder zukünftige Probleme erkennen lässt. Das können z. B. Dinge sein wie ein zukünftig benötigter grösserer Server aufgrund der wachsenden Auslastung. Zusätzlich hat man eine zuverlässige Überwachung, die die Verfügbarkeit aller Dienste sicher stellt.

Obwohl man mit munin mehrere Server verwalten kann, werde ich in dieser Anleitung auschliesslich auf das hier angegebene System eingehen.

Diese Anleitung wurde für CentOS 5.2 geschrieben, aber die Konfiguration sollte mit kleinen Abweichungen für andere Distributionen ebenfalls funktionieren.

Dieser Weg ist nur eines der zahlreichen Möglichkeiten solch ein System aufzusetzen. Das ist der Weg, den ich gewählt habe und ich kann leider keine Gewähr dafür übernehmen, dass es bei Dir genau so funktioniert!

1 Vorbemerkung

Der Name unseres Hosts ist server1.example.com, und wir haben eine Webseite mit dem Namen www.example.com und mit einem Dokumenten-Root /var/www/www.example.com/web.

2 Die RPMforge Repository aktivieren

munin und monit sind auf CentOS 5.2 nicht in den Standard-Repository verfügbar, doch können wir diese von der RPMforge installieren. Um die RPMforge Repository zu aktivieren, führen wir folgendes aus:

wget http://packages.sw.be/rpmforge-release/rpmforge-release-0.3.6-1.el5.rf.i386.rpm
rpm -Uvh rpmforge-release-0.3.6-1.el5.rf.i386.rpm

rm -f rpmforge-release-0.3.6-1.el5.rf.i386.rpm

auf i386 Hosts und

wget http://packages.sw.be/rpmforge-release/rpmforge-release-0.3.6-1.el5.rf.x86_64.rpm
rpm -Uvh rpmforge-release-0.3.6-1.el5.rf.x86_64.rpm

rm -f rpmforge-release-0.3.6-1.el5.rf.x86_64.rpm

auf x86_64 Hosts (bitte hol Dir hier die aktuellste Version: https://rpmrepo.org/RPMforge/Using).

3 munin installieren und konfigurieren

Um munin auf CentOS 5.2 zu installieren, machen wir folgendes:

yum install munin munin-node

Dann erstellen wir die System- Startup-Links für munin und starten es:

chkconfig --levels 235 munin-node on
/etc/init.d/munin-node start

Als Nächstes müssen wir die munin Konfigurationsdatei /etc/munin/munin.conf editieren. Wir wollen dass munin seine Ergebnisse in das Verzeichnis /var/www/www.example.com/web/monitoring ablegt, daher ändern wir den Wert von htmldir, und wir wollen dass er den Namen server1.example.com anstatt von localhost.localdomain in der HTML Ausgabe verwendet, daher ersetzen wir localhost.localdomain mit server1.example.com. Ohne die Kommentare sieht die geänderte Datei folgendermassen aus:

vi /etc/munin/munin.conf

[...]
dbdir   /var/lib/munin
htmldir /var/www/www.example.com/web/monitoring
logdir  /var/log/munin
rundir  /var/run/munin

# Where to look for the HTML templates
tmpldir /etc/munin/templates
[...]
# a simple host tree
[server1.example.com]
    address 127.0.0.1
    use_node_name yes
[...]

Als nächstes erstellen wir das Verzeichnis /var/www/www.example.com/web/monitoring und geben die Zugriffsrechte für den Benutzer und Gruppe munin, da sonst munin seine Ergebnisse nicht in das Verzeichnis reintun kann. Danach starten wir munin neu:

mkdir -p /var/www/www.example.com/web/monitoring
chown munin:munin /var/www/www.example.com/web/monitoring
/etc/init.d/munin-node restart

Warte bitte einige Minuten bis munin seine ersten Ergebnisse erstellen kann, und gehe dann auf http://www.example.com/monitoring/ in Deinem Browser, wo Du die erste Statistik angezeigt bekommst. So kann die Statistik nach einigen Tagen dann aussehen:

(Das ist nur eine kleines Beispiel für die vielen Graphiken, die munin erstellen kann….)

4 Passwortschutz für das Ergebniss-Verzeichnis (Optional)

Es ist natürlich ein gute Iddee das Verzeichnis /var/www/www.example.com/web/monitoring mit einem Passwort zu schützen, wenn Du nicht möchtest dass man jede Statistik Deines Servers sieht.

Dafür erstellen wir eine .htaccess Datei in /var/www/www.example.com/web/monitoring:

vi /var/www/www.example.com/web/monitoring/.htaccess

AuthType Basic
AuthName "Members Only"
AuthUserFile /var/www/www.example.com/.htpasswd
<limit GET PUT POST>
require valid-user
</limit>

Danach müssen wir die Passwort-Datei erstellen: /var/www/www.example.com/.htpasswd. Wir wollen uns mit dem Benutzernamen admin einloggen, also machen wir folgendes:

htpasswd -c /var/www/www.example.com/.htpasswd admin

Gib ein Passwort für admin ein, und Du bist fertig!

vgwort />

 

 

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