Der perfekte Server - Debian Etch (4.0) - Seite 3

4 Installation des SSH Servers

Debian Etch installiert OpenSSH nicht automatisch, deshalb werde ich dies nun manuell nachholen.

Man führt aus:

apt-get install ssh openssh-server

Man wird aufgefordert, die Installations-CD erneut einzulegen.

5 Konfiguration des Netzwerks

Da der Debian-Etch-Installer das System so konfiguriert hat, dass es seine Netzwerkeinstellungen via DHCP, muss man dies ändern, weil der Server eine statische IP-Adresse haben sollte. Man editiert /etc/network/interfaces und passt es an die eigenen Bedürfnisse an (in diesem Beispiel-Setup werde ich Die IP-Adresse 192.168.0.100 nutzen) (Achtung: Ich habe allow-hotplug eth0 gegen auto eth0 ausgetauscht - sonst würde der Neustart des Netzwerkes nicht funktionieren und das ganze System müsste neu gebootet werden!):

vi /etc/network/interfaces

# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5). # The loopback network interface auto lo iface lo inet loopback # The primary network interface #allow-hotplug eth0 #iface eth0 inet dhcp auto eth0 iface eth0 inet static address 192.168.0.100 netmask 255.255.255.0 network 192.168.0.0 broadcast 192.168.0.255 gateway 192.168.0.1
Jetzt startet man das Netzwerk neu:

/etc/init.d/networking restart

Man editiert /etc/hosts. Es sollte so aussehen:

vi /etc/hosts

127.0.0.1       localhost.localdomain   localhost
192.168.0.100 server1.example.com server1 # The following lines are desirable for IPv6 capable hosts ::1 ip6-localhost ip6-loopback fe00::0 ip6-localnet ff00::0 ip6-mcastprefix ff02::1 ip6-allnodes ff02::2 ip6-allrouters ff02::3 ip6-allhosts
Jetzt ausführen:

echo server1.example.com > /etc/hostname

und das System dann neu booten:

shutdown -r now

Dann den folgenden Befehl ausführen:

hostname
hostname -f

Beides sollte server1.example.com. zeigen.

Von jetzt an kann man einen SSH-Client wie PuTTY nutzen und ihn vom Arbeitsplatz-Rechner mit dem Debian-Etch-Server verbinden. Dann weiter dieser Anleitung mit den restlichen Schritten folgen.

6 Editieren von /etc/apt/sources.list und Aktualisiern der Linux Installation

Nun editiert man /etc/apt/sources.list. und kommentiert die CD-Zeile aus (# einfügen). Es sollte dann so aussehen:

vi /etc/apt/sources.list

#
# deb cdrom:[Debian GNU/Linux 4.0 r0 _Etch_ - Official i386 NETINST Binary-1 20070407-11:29]/ etch contrib main #deb cdrom:[Debian GNU/Linux 4.0 r0 _Etch_ - Official i386 NETINST Binary-1 20070407-11:29]/ etch contrib main deb http://ftp2.de.debian.org/debian/ etch main deb-src http://ftp2.de.debian.org/debian/ etch main deb http://security.debian.org/ etch/updates main contrib deb-src http://security.debian.org/ etch/updates main contrib
Dann den Befehl ausführen:

apt-get update

um die Apt-Paketdatenbank zu aktualisieren und:

apt-get upgrade

um die letzten Updates zu installieren (wenn es welche gibt).

7 Installieren von Software

Jetzt installiere ich einige Software-Pakete, die später gebraucht werden. Folgenden Befehl ausführen:

apt-get install binutils cpp fetchmail flex gcc libarchive-zip-perl libc6-dev libcompress-zlib-perl libdb4.3-dev libpcre3 libpopt-dev linux-kernel-headers lynx m4 make ncftp nmap openssl perl perl-modules unzip zip zlib1g-dev autoconf automake1.9 libtool bison autotools-dev g++

(Dieser Befehl sollte in eine Zeile passen!)

8 Quota

Achtung: Wenn man ein anderes Partitionsschema gewählt hat als ich, muss man dieses Kapitel entsprechend anpassen, damit die Quota für diese Partition stimmt.

Um die Quota zu installieren, führt man zunächst diesen Befehl aus:

apt-get install quota

Dann editiert man /etc/fstab. Meine sieht so aus [Ich habe ,usrquota,grpquota der Partition /dev/sda1 angehängt (Mount-Point /; der Gerätename könnte /dev/hda1 oder so ähnlich lauten)]:

vi /etc/fstab

# /etc/fstab: static file system information.
# # <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass> proc /proc proc defaults 0 0 /dev/sda1 / ext3 defaults,errors=remount-ro,usrquota,grpquota 0 1 /dev/sda5 none swap sw 0 0 /dev/hdc /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto 0 0 /dev/fd0 /media/floppy0 auto rw,user,noauto 0 0
Um die Quota zu aktivieren, führt man diese Befehle aus:

touch /quota.user /quota.group
chmod 600 /quota.*
mount -o remount /
quotacheck -avugm
quotaon -avug

7 Kommentar(e)

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Kommentare

Von: ChrisCross

Syntax musste teilweise korrigiert werden, ISPConfig läuft, SMTP Auth leider nicht.

Hatte das ganze vorher ohne TLS installiert, da lief der SMTP auth!


Von: paepke

Blöde frage:
Wie bekomme ich das Sternchen raus um nur "Standard system" zu installieren, Leider ist bei mir Desktop immer aktiviert und ich bekomme das Sternchen nicht raus... Was muss man da drücken? * geht nicht und x auch nicht??????/?//


Von: tenorchris

Einfach mit den Pfeiltasten auf das Feld navigieren und dann die Leertaste drücken. Und schon verschwindet das Sternchen


Von: Blackwolf

Es wäre schön, wenn man den Hinweis:

"Du bekommst eine Fehlermeldung wie diese, wenn Du den Befehl quotacheck -avugm zum ersten Mal laufen lässt.

quotacheck: WARNING - Quotafile //quota.user was probably truncated. Cannot save quota settings…
quotacheck: WARNING - Quotafile //quota.group was probably truncated. Cannot save quota settings…

Das ist ganz normal und nichts, worüber man sich sorgen müsste!"

... wie hier ---> http://www.howtoforge.de/howto/samba-domaincontroller-server-fur-kleine-arbeitsgruppen-mit-ubuntu-710/

... auch noch in das Howto mit aufnehmen könnte,... es hatte mir dann doch - erstmal - einige Schweißtropfen auf die Stirn gezaubert ... *smile


Von: vzcrsa

hier sollte auch noch hinzugefügt werden wie Java integriert wird, da mitlerweile viele seiten mit Java laufen.


Von: wuiso

Bei mir läuft saslauthd nich. was soll ich nun machen?


Von: oz42

Schade - postfix will immer noch /etc/sasldb2 einsehen:
Jan 7 10:20:25 foo postfix/smtpd[12532]: warning: SASL authentication problem: unable to open Berkeley db /etc/sasldb2: No such file or directory
Jan 7 10:20:25 foo postfix/smtpd[12532]: warning: SASL authentication failure: Password verification failed
Der beschriebene Weg mit saslauthd funktioniert offenbar nicht.