Der Perfekte Desktop - Fedora 7

Version 1.0
Author: Falko Timme


Diese Anleitung veranschaulicht, wie man einen Fedora 7 Desktop einrichtet, der ein vollwärtiger Ersatz für den Windows Desktop ist, das heißt der alle benötigten Programme enthält, die man auch bei Windows verwendet. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man bekommt ein sicheres System ohne DRM Beschränkungen, das sogar auf alten Festplatten läuft. Und das Beste daran ist: Jegliche Software ist kostenlos.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass dies hier nicht der einzige Weg ist, ein solches System zu installieren. Es gibt viele Möglichkeiten - ich selbst habe mich für diese entschieden. Ich kann aber nicht garantieren, dass diese Lösung bei jedem funktioniert bzw. für jeden die richtige ist!

1 Vorbemerkung

Um den Windows Desktop vollständig zu ersetzen, möchte ich, dass der Fedora 7 Desktop folgende Software installiert hat:

Grafik:

  • The GIMP - Kostenloses Pendant zum Adobe Photoshop
  • F-Spot - umfangreiche Bildverwaltungssoftware für den GNOME Desktop
  • Google Picasa - Programm für Organisation und Bearbeitung von Digitalfotos

Internet:

  • Firefox
  • Opera
  • Flash Player 9
  • gFTP - Multithreaded FTP Client
  • Thunderbird - Email und News Client
  • Evolution - Verknüpft E-mail, Kalender, Adressbuch und Task List Management Funktionen
  • aMule - P2P File Sharing Application
  • Azureus - Java Bittorrent Client
  • Bittorrent Client
  • Pidgin- Multi-Plattform Instant Messenger (ursprünglich bekannt als Gaim)
  • Skype
  • Google Earth
  • Xchat IRC - IRC Client

Office:

  • OpenOffice Writer - Ersatz für Microsoft Word
  • OpenOffice Calc - Ersatz für Microsoft Excel
  • Adobe Reader
  • GnuCash - Programm, das doppelte Buchführung unterstützt , ähnlich wie Quicken
  • Scribus - Open Source Desktop Publishing (DTP) Programm

Sound & Video:

  • Amarok - Audio Player
  • Audacity - kostenloser, Open Source, Cross Platform Digital Audio Editor
  • Banshee - Audio Player, Kodieren und Dekodieren verschiedener Formate und Synchronisation von Musik mit Apple iPods
  • MPlayer - Media Player (video/audio), der Windows WMA unterstützt
  • Rhythmbox Music Player - Audio Player (ähnlich wie Apple’s iTunes), mit iPod-Unterstützung
  • gtkPod - Software, die ähnlich wie Apple’s iTunes ist, unterstützt den iPod, iPod Nano, iPod Shuffle, iPod Photo, und iPod Mini
  • XMMS - Audio Player ähnlich wie Winamp
  • dvd::rip - DVD Kopierprogramm
  • Kino - kostenloser Digitalvideoeditor
  • Sound Juicer CD Extractor - CD Ripper, unterstützt verschiedene Audio Codecs
  • VLC Media Player - Media Player (video/audio)
  • Real Player
  • Totem - Media Player (video/audio)
  • Xine - Media Player, unterstützt verschiedene Formate; kann DVDs spielen
  • GnomeBaker - CD/DVD Brennprogramm
  • K3B - CD/DVD Brennprogramm
  • Multimedia-Codecs

Programmierung:

  • Nvu- WYSIWYG HTML Editor, ähnlich wie Macromedia Dreamweaver, aber nicht so funktionsreich (noch nicht)
  • Bluefish - Texteditor, passend für viele Programmierungs- und Markup-Sprachen
  • Quanta Plus - Web-Entwicklungs-Umgebung, enthält WYSIWYG Editor

Andere:

  • VMware Server - lässt Deinen alten Windows Desktop als virtuelle Machine unter Deinem Linux Desktop laufen, damit Du Windows nicht ganz aufgeben musst
  • TrueType fonts
  • Java
  • Read/Write Unterstützung für NTFS Partitionen
Auf Fedora 7 kannst Du zwischen mehreren Desktopumgebungen auswählen (GNOME, KDE, XFCE). Ich habe mich in dieser Anleitung für GNOME entschieden.

In dieser Anleitung werde ich den Benutzernamen falko verwenden. Ich werde alle benötigten Dateien auf falkos Desktop runter laden, was das Equivalent zu dem Verzeichnis /home/falko/Desktop ist. Wenn Du einen anderen Benutzernamen verwendest (was höchstwahrscheinlich der Fall sein wird ;-)), ersetze bitte falko mit Deinen eigenen Benutzernamen. Wenn ich also einen Befehl wie diesen verwende

cd /home/falko/Desktop

musst Du falko ersetzen.

2 Installation Des Basissystems

Lade Dir das Fedora 7 DVD Iso Image von http://mirrors.fedoraproject.org/publiclist/Fedora/7 runter, brenne es auf eine DVD und starte Deinen Computer von der DVD aus. Wähle bei der Startaufforderung "Install or upgrade an existing system":


Wenn Du magst kannts Du den Installer Deine Fedora DVD überprüfen lassen. Solltest Du dafür keine Zeit haben, kannst Du "Skip" wählen, da die Tests etwas dauern können:


Drücke "Next":


Wähle eine Sprache:


Wähle ein Tastaturlayout:


Wähle "Yes" wenn Du gefragt wirst: "Would you like to initialize this drive, erasing ALL DATA?":



Die Standard-Partitionierung ist in Ordnung, Du kannst "Next" drücken:


Bestätige Deine Auswahl indem Du mit "Yes" auf die Frage "Are you sure you want to do this?" antwortest:


Die Standard-Netzwerkeinstellungen (DHCP) sind in Ordnung, klicke also auf "Next":


Wähle Deine Zeitzone:


Lege ein Root Passwort an:


Nun wählen wir die Software aus, die wir installieren möchten. Wähle nur "Office and Productivity". Zusätzliche Paketdatenbanken brauchst Du hier nicht aktivieren, da wir dies später ausführen werden. Klicke dann "Customize now" an und klicke auf "Next":


Nun können wir die Paketgruppen auswählen, die wir installieren möchten. Wähle
  • GNOME Desktop Environment
  • Authoring and Publishing
  • Editors
  • Engineering and Scientific
  • Games and Entertainment
  • Graphical Internet
  • Graphics
  • Office/Productivity
  • Sound and Video
  • Text-based Internet
  • Development Libraries
  • Development Tools
  • Printing Support
  • Administration Tools
  • Base
  • Dial-up Networking Support
  • Hardware Support
  • Java
  • System Tools
  • X Window System
und entferne die Markierungen der anderen Gruppen, klicke dann auf "Next":


Der Installer überprüft alle Abhängigkeiten und löst sie auf:


Klicke auf "Next" um die Installation auf Deiner Festplatte zu starten:


Deine Festplatte wird formatiert:



Danach ist Fedora installiert. Das kann ein paar Minuten dauern:


Einige Post-Installationsschritte (wie zum Beispiel die Installation des GRUB Boot Loader) werden ausgeführt:


Entferne danach die Fedora DVD aus dem DVD Laufwerk und klicke auf "Reboot" um die Installation abzuschließen:


So sieht es aus, wenn Dein neues Fedora System startet:


Nach dem ersten Start müssen wir einige Angaben für die Grundkonfiguration unseres neuen Systems festlegen. Klicke auf "Forward":


Les' Dir die Lizenzbestimmungen durch und klicke auf "Forward":


Die Standard-Einstellungen der Firewall sind in Ordnung, Du kannst sie also unverändert lassen und auf "Forward" klicken:


SELinux ist eine Sicherheitserweiterung von Fedora, die mehr Sicherheit bieten sollte. Meiner Meinung nach brauchst Du es nicht um ein sicheres System zu konfigurieren, es verursacht meistens mehr Probleme als es Vorteile bringt. Daher deaktiviere ich es:


Bestätige, dass SELinux deaktiviert werden soll:


Richte das Datum und die Uhrzeit ein und klicke dann auf die "Network Time Protocol" Registerkarte:



Mit dem Network Time Protocol (NTP) kann Dein Computer die aktuelle Zeit von einem Zeitserver im Internet beziehen, Du musst Die Systemuhr also nicht alle paar Wochen neu einstellen. Wähle "Enable Network Time Protocol" und klicke auf "Forward":


Auf dem nächsten Schirm kannst Du Informationen über Deine Festplatte an das Fedora Projekt schicken, um die Entwicklung der Software zu unterstützen. Es ist Dir überlassen, ob Du Deine Informationen freigeben möchtest oder nicht:


Nun legen wir ein normales Benutzerkonto an. Das ist der Benutzer, über den wir uns auf unserem Desktop anmelden:


Teste als Nächstes Deine Soundkarte. Klicke auf "Play" (das Dreieck):


Wenn Du etwas hörst, klicke auf "Yes":


Klicke dann auf "Finish":


Das System muss neu gestartet werden um die Änderungen zu übernehmen:


Danach ist das Basissystem zur Anwendung bereit.

3 Das System Aktualisieren

Melde Dich nach den Neustart mit Deinem Benutzernamen und Passwort an:



So sieht Dein neuer Fedora 7 Desktop aus:



Öffne nun ein Terminalfenster (Applications > System Tools > Terminal) und werde Rootanwender:

su

Was wir nun vorhaben: Wir öffnen die Konfigurationsdateien für die online Paketdatenbanken für Fedora und deaktivieren GPG checks für runter geladene Pakete. Wenn wir dies nicht tun, werden Unable to verify ... Fehler erhalten, jedes Mal wenn wir Pakete installieren/aktualisieren, was mit dem Fehlschlagen der ganzen Aktion endet.

Wir führen dies aus:

cd /etc/yum.repos.d
gedit fedora*

Der letzte Befehl öffnet alle Paketdatenbanken-Dateien in einem Text Editor. Überprüfe jede von ihnen und vergewissere Dich, dass Du alle Vorkommnisse von

[...]
gpgcheck=1 [...]
zu
[...]
gpgcheck=0 [...]
änderst. Höchstwahrscheinlich wird sich nach wenigen Minuten ein Fenster öffnen, das Dir mitteilt, dass Updates verfügbar sind. Natürlich möchten wir unser System aktualisieren, also klicken wir auf "View Updates":


Für das Update benötigen wir Superuser Privilegien, also müssen wir das Root Passwort eingeben:


Danach startet der Paket-Updater und ruft Informationen über Updates ab:


Dann werden uns alle Pakete angezeigt, die für Updates verfügbar sind. Wir wählen alle Pakete aus und klicken auf "Apply updates":


Der Updater löst alle Abhängigkeiten auf (zusätzliche Pakete, die installiert werden müssen):


Danach läd der Updater alle Pakete runter. Je nachdem wieviele Pakete aktualisiert werden müssen und je nach Größe, kann das einige Zeit dauern:


Nachdem der Download der Pakete abgeschlossen ist, installiert der Package Updater die runter geladenen Pakete (und aktualisiert die alten Pakete):


Klicke danach auf "OK" um den Package Updater zu verlassen. In einigen Fällen kann es sein, dass Dich der Package Updater bittet, neu zu starten (z.B. fallst der Kernel aktualisiert worden ist).


Dein System ist nun aktualisiert.

4 Bestandsaufnahme - Was haben wir bis jetzt

Lass uns nun alle Menüs unter "Applications" durchsuchen um herauszufinden, welche unserer Programme bereits installiert sind:


Folgendes müsstest Du jetzt aufgelistet sehen ([x] markiert ein Programm, das bereits installiert ist, wohingegen [ ] bedeutet, dass das jeweilige Programm noch nicht installiert ist). Einige Programme (wie Java) werden in den Menüs nicht angezeigt, aber wir wissen, dass wir sie während der Installation des Fedora Systems installiert haben:

Grafik: [x] Gimp
[ ] F-Spot
[ ] Picasa

Internet: [x] Firefox
[ ] Opera
[ ] Flash Player
[ ] gFTP
[ ] Thunderbird
[x] Evolution
[ ] aMule
[ ] Azureus
[x] Bittorrent
[x] Pidgin
[ ] Skype
[ ] Google Earth
[ ] Xchat IRC

Office: [x] OpenOffice Writer
[x] OpenOffice Calc
[ ] Adobe Reader
[ ] GnuCash
[ ] Scribus

Sound & Video: [ ] Amarok
[ ] Audacity
[ ] Banshee
[ ] MPlayer
[x] Rhythmbox Music Player
[ ] gtkPod
[ ] XMMS
[ ] dvd::rip
[ ] Kino
[x] Sound Juicer CD Extractor
[ ] VLC Media Player
[ ] Real Player
[x] Totem
[ ] Xine
[ ] GnomeBaker
[ ] K3B
[ ] Multimedia-Codecs

Programmierung: [ ] NVU
[ ] Bluefish
[ ] Quanta Plus

Andere: [ ] VMware Server
[ ] TrueType Fonts
[x] Java
[ ] Read/Write Support for NTFS Partitions

Einige Programme sind bereits auf dem System...

5 Software-Datenbanken hinzufügen

Die offiziellen Fedora Paketdatenbanken bieten nicht alle Programme an, die wir brauchen. Erfreulicherweise gibt es für Fedora 7 Paketdatenbanken von Drittanbietern (meist bereitgestellt von Freiwilligen), die die Software haben, die wir brauchen. Unser System kann diese Paketdatenbanken verwenden.

Dazu öffnen wir wieder ein Terminalfenster (unter Applications > System Tools > Terminal) und geben dies ein

su

um Rootanwender zu werden.

Lass dann dies laufen

rpm -ivh http://ftp.freshrpms.net/pub/freshrpms/fedora/linux/7/freshrpms-release/freshrpms-release-1.1-1.fc.noarch.rpm

Dies fügt die FreshRPMs Paketdatenbank unserem Package Manager hinzu.

Es gibt noch zwei andere Paketdatenbanken, die wir manuell hinzufügen indem wir die entsprechenden Dateien in unserem gedit Text Editor erstellen. Immer noch als Root lassen wir Folgendes laufen

gedit /etc/yum.repos.d/macromedia.repo

und fügen Folgendes in diese Datei und speichern es:
[macromedia]
name=Macromedia for i386 Linux baseurl=http://macromedia.rediris.es/rpm/ #baseurl=http://macromedia.mplug.org/rpm/ #baseurl=http://sluglug.ucsc.edu/macromedia/rpm/ enabled=1 gpgcheck=1 gpgkey=http://macromedia.rediris.es/FEDORA-GPG-KEY
Führe das Gleiche für die ander Paketdatenbank aus (immer noch als Root):

gedit /etc/yum.repos.d/newrpms.repo


[newrpms.sunsite.dk]
name=Fedora Core 5 i386 NewRPMS.sunsite.dk baseurl=http://newrpms.sunsite.dk/apt/redhat/en/$basearch/fc$releasever #http://newrpms.atrpms.net/apt/redhat/en/$basearch/fc$releasever failovermethod=priority enabled=0 gpgcheck=1
Importiere dann die Software Keys der neuen Paketdatenbanken (immer noch als Root):

rpm --import http://freshrpms.net/packages/RPM-GPG-KEY.txt
rpm --import http://newrpms.sunsite.dk/gpg-pubkey-newrpms.txt

6 Installation Von Zusätzlicher Software

Da wir nun zusätzliche Paketdatenbanken hinzugefügt haben, sind viel mehr Pakete in unserem Package Manager für eine Installation verfügbar, insbesondere sehr viel von unseren benötigten Paketen. Um sie zu installieren gehe zu Applications > Add/Remove Software:


Gib das Root Passwort ein:


Der Package Manager öffnet sich. Gehe zur Such-Registerkarte. Wähle folgende Pakete zur Installation aus (* ist eine wildcard; z.B. meint mplayer* alle Pakete, die mit dem mplayer starten) und klicke danach auf "Apply":
  • amarok
  • amarok-visualisation
  • amule
  • audacity
  • azureus
  • banshee
  • bluefish
  • compat-libstdc++-33 (wird vom RealPlayer/Adobe Reader benötigt)
  • dvdrip
  • f-spot
  • ffmpeg
  • flash-plugin
  • gftp
  • gnomebaker
  • gnucash
  • gstreamer-plugins*
  • gtkpod
  • k3b
  • kdewebdev
  • kino
  • lame
  • libdvdcss
  • libXp (wird von Nvu benötigt)
  • mjpegtools
  • mplayer*
  • ntfs-config
  • scribus
  • thunderbird
  • vlc
  • xchat
  • xchat-gnome
  • xine*
  • xinetd (wird vom VMware Server benötigt)
  • xmms*

Klicke auf "Continue" um Deine Auswahl zu bestätigen:


Der Package Manager löst die Abhängigkeiten der ausgewählten Pakete auf:



Klicke erneut auf "Continue":


Die ausgewählten Pakete und deren Abhängigkeiten werden runter geladen:


Es kann sein, dass es andere unbekannt Keys gibt. Akzeptiere sie indem Du auf "Import key" klickst:


Die ausgewählten Pakete werden installiert:


Klicke auf "OK" um die Software-Installation abzuschließen:

7 Bestandsaufnahme (II)

Lass uns nun wieder überprüfen, was wir bis jetzt haben indem wir die Menüs erneut durchsuchen:


Unser Bestand sollte nun wie folgt aussehen:

Grafik: [x] Gimp
[x] F-Spot
[ ] Picasa

Internet: [x] Firefox
[ ] Opera
[x] Flash Player
[x] gFTP
[x] Thunderbird
[x] Evolution
[x] aMule
[x] Azureus
[x] Bittorrent
[x] Pidgin
[ ] Skype
[ ] Google Earth
[x] Xchat IRC

Office: [x] OpenOffice Writer
[x] OpenOffice Calc
[ ] Adobe Reader
[x] GnuCash
[x] Scribus

Sound & Video: [x] Amarok
[x] Audacity
[x] Banshee
[x] MPlayer
[x] Rhythmbox Music Player
[x] gtkPod
[x] XMMS
[x] dvd::rip
[x] Kino
[x] Sound Juicer CD Extractor
[x] VLC Media Player
[ ] Real Player
[x] Totem
[x] Xine
[x] GnomeBaker
[x] K3B
[ ] Multimedia-Codecs

Programmierung: [ ] NVU
[x] Bluefish
[x] Quanta Plus

Andere: [ ] VMware Server
[ ] TrueType Fonts
[x] Java
[x] Read/Write Support for NTFS Partitions

Du wirst feststellen, dass XMMS nirgends aufgelistet ist, obwohl wir wissen, dass wir es installiert haben. Das ist kein Problem, es fehlt nur der XMMS Menüeintrag. Wir erstellen jetzt einen:

Klicke mit der rechten Mouse-Taste auf "Applications" und wähle "Edit Menus":


Gehe zu "Sound & Video" und klicke auf "New Item":



Gib Folgendes ein:
  • Name: XMMS
  • Command: /usr/bin/xmms (in Kleinbuchstaben - das ist der Befehl, der gtkPod startet).
  • Comment: Du kannst hier ein Kommentar eingeben oder das Feld frei lassen.
Leider wurde kein XMMS-Symbol installiert, wir brauchen also nicht auf Feld "No Icon" klicken um ein gtkPod-Symbol auszuwählen. Klicke auf "OK" um das "Create Launcher"-Fenster zu verlassen:


Schließe dann das "Main Menu"-Fenster:


Du müsstest XMMS nun im Menü finden (unter Sound & Video).

8 Flash Player

Um festzustellen, ob der Flash plugin (den wir zuvor installiert haben) funktioniert, starte Firefox. Gib dann about:plugins in die Adress-Zeile ein. Firefox wird dann alle installierten plugins auflisten, wie auch den Flash Player (Version 9.0r31, was die Neuste Version ist, als diese Anleitung verfasst wurde):


Nun kannst Du eine Webseite öffnen, von der Du weißt, dass sie Flash verwendet. Zum Beispiel hat www.spiegel.de Video Nachrichten in Flash. Du solltest nun in der Lage sein, Flash Movies zu sehen (und zu hören):


Eine andere Webseite, die Flash Movies verwendet, ist zum Beispiel YouTube.

Einige Programme fehlen noch. Lass uns diese nun installieren.

9 TrueType Schriftarten

Öffne Firefox und lade die Datei http://easylinux.info/uploads/msttcorefonts-1.3-4.noarch.rpm runter. Wähle im Firefox Download-Dialog "Open with Software Installer (default)":


Es kann sein, dass Du das Root Passwort angeben musst bevor das "Installing packages"-Fenster erscheint. Das "Installing packages"-Fenster zeigt die Pakete an, die Du installieren möchtest (in diesem Fall msttcorefonts). Klicke auf "Apply":


Klicke auf "Install anyway" falls Du eine "Unable to verify ..."- Warung siehst:


Das Paket wird installiert. Klicke danach auf "OK":



Öffne dann erneut ein Terminalfenster und werde Rootanwender:

su

Führe dann Folgendes aus:

/etc/init.d/xfs restart

10 RealPlayer

Um den RealPlayer zu installieren, besuche die Seite http://www.real.com/linux/ in Firefox und lade das RPM Paket runter (klicke nicht auf das gelbe "Download RealPlayer" Feld, sondern auf den kleinen Link "RedHat Package" darunter):


Wähle in Firefox Download-Dialog "Open with Software Installer (default)":


Und wieder kann es sein, dass Du das Root Passwort angeben musst, bevor das "Installing packages"-Fenster erscheint:


Das "Installing packages"-Fenster zeigt das Paket an, das Du installieren möchtest. Klicke auf "Apply":


Klicke auf "Install anyway" falls Du eine "Unable to verify ..."-Warnung siehst:


Das Paket wird installiert. Klicke danach auf "OK":


11 Adobe Reader

Um den Adobe Reader runter zu laden, gehe zu http://www.adobe.com/products/acrobat/readstep2_allversions.html und wähle Folgendes aus:

Operating system: Unix/Linux
Version: Linux (.rpm)
Deine Sprache

Klicke dann auf "Continue":


Klicke dann auf das "Download Adobe Reader" Feld und installiere das Paket genauso wie die True Type Schriftarten und den RealPlayer in den vorherigen Kapiteln:







12 Multimedia Codecs

Um Multimedia Codecs zu installieren, öffne ein Terminalfenster und werde Rootanwender:

su

Lass dann dies laufen

wget ftp://mplayerhq.hu/MPlayer/releases/codecs/all-20061022.tar.bz2
tar xjf all-20061022.tar.bz2
mkdir /usr/lib/win32
mv all-20061022/* /usr/lib/win32
rm -fr all-20061022*

13 Skype

Um Skype runter zu laden, gehe zu http://www.skype.com/download/skype/linux/ und wähle RPM für Fedora Core 5 (funktioniert auch bei Fedora 7):


Installieren es dann genauso wie den RealPlayer, Adobe Reader und die True Type Schriftarten zuvor:

14 Opera

Gehe in Deinem Browser zu http://www.opera.com/download/ und wähle Fedora als Distribution, dann Fedora Core 5, Core 6. Klicke auf das "Download Opera" Feld und installiere es genauso wie die vorherigen Pakete:


15 Google Earth

Um Google Earth zu installieren, öffne ein Terminalfenster und werde Rootanwender:

su

Lass dann Folgendes laufen

cd /home/falko/Desktop
wget http://dl.google.com/earth/GE4/GoogleEarthLinux.bin
sh GoogleEarthLinux.bin

Google Earth wird somit runter geladen und installiert. Bevor die Installation beginnt, musst Du den Lizenzbestimmungen zustimmen, also klicke auf "I Agree":


Akzeptiere alle Standard-Einstellungen und klicke auf "Begin Install":



Nach der Installation kannst Du auf "Quit" oder auf "Start" klicken, wenn Du Google Earth starten möchtest:


Danach löschen wir den Google Earth Installer:

rm -f GoogleEarthLinux.bin

16 Google Picasa

Öffne Firefox und lade die Datei http://dl.google.com/linux/rpm/stable/i386/picasa-2.2.2820-5.i386.rpm runter. Wähle im Firefox Download-Dialog "Open with Software Installer (default)":


Installiere es dann genauso wie die vorherigen .rpm Pakete.

17 Nvu

Öffne einen Browser und lade die Datei ftp://ftp.nluug.nl/pub/os/Linux/distr/CentOS/4.4/updates/i386/RPMS/xorg-x11-deprecated-libs-6.8.2-1.EL.13.37.5.i386.rpm runter (Nvu ist auf dieses Paket angewiesen). Installiere sie genauso wie die vorherigen .rpm Dateien.

Öffne dann ein Terminalfenster und werde Rootanwender:

su

Lass dann folgende Befehle laufen um Nvu zu installieren:

wget -c http://www.nvu.com/download/linux/1.0/nvu-1.0-RedHat_and_Fedora/nvu-1.0-1.rhel4.fs.i386.rpm
rpm -ivh nvu-1.0-1.rhel4.fs.i386.rpm
rm -f nvu-1.0-1.rhel4.fs.i386.rpm

(Ich habe versucht die Nvu .rpm Datei mit dem Software Installer zu installieren (wie in den vorherigen Kapiteln), doch Firefox hat versucht, Nvu .rpm mit dem MPlayer anstatt des Software Installers zu öffnen, daher verwende ich hier ein Terminalfenster um das Nvu Paket zu installieren.)

18 Bestandsaufnahme (III)

Das haben wir bis jetzt:

Grafik: [x] Gimp
[x] F-Spot
[x] Picasa

Internet: [x] Firefox
[x] Opera
[x] Flash Player
[x] gFTP
[x] Thunderbird
[x] Evolution
[x] aMule
[x] Azureus
[x] Bittorrent
[x] Pidgin
[x] Skype
[x] Google Earth
[x] Xchat IRC

Office: [x] OpenOffice Writer
[x] OpenOffice Calc
[x] Adobe Reader
[x] GnuCash
[x] Scribus

Sound & Video: [x] Amarok
[x] Audacity
[x] Banshee
[x] MPlayer
[x] Rhythmbox Music Player
[x] gtkPod
[x] XMMS
[x] dvd::rip
[x] Kino
[x] Sound Juicer CD Extractor
[x] VLC Media Player
[x] Real Player
[x] Totem
[x] Xine
[x] GnomeBaker
[x] K3B
[x] Multimedia-Codecs

Programmierung: [x] NVU
[x] Bluefish
[x] Quanta Plus

Andere: [ ] VMware Server
[x] TrueType Fonts
[x] Java
[x] Read/Write Support for NTFS Partitions

Bis auf den VMware Server haben wir alles installiert...

19 VMware Server

Mit dem VMware Server kannst Du Deinen alten Windows Desktop (den Du vorher mit dem VMware Converter in eine virtuelle Maschine konvertiert hast, was in dieser Anleitung beschrieben wird: http://www.howtoforge.com/vmware_converter_windows_linux) unter Deinem Fedora Desktop laufen lassen. Das kann sehr nützlich sein, wenn Du Programme unter Windows verwenden möchest, auf die Du nicht verzichten kannst oder wenn Du erst langsam zu Linux überwechseln möchtest.

Um den VMware Server runter zu laden, gehe zu http://www.vmware.com/download/server/ und klicke auf "Download Now":


Akzeptiere die Lizenzbestimmung indem Du auf "Yes" klickst:


Lade dann den VMware Server für die Linux .tar.gz Datei (nicht die .rpm Datei!) runter, z.B. in das Verzeichnis /home/falko/Desktop:


Um die Seriennummer zu beziehen, die Du für den VMware Server benötigst, gehe zu http://register.vmware.com/content/registration.html. Gib Deine persönlichen Daten an. Danach wird Dir eine Seite mit einer Seriennummer für den VMware Server angezeigt. Schreibe sie auf oder drucke sie aus:


Um den VMware Server zu installieren, öffne ein Terminalfenster und werde Rootanwender:

su

Gehe dann in das Verzeichnis, in dem Du die VMware Server .tar.gz Datei, z.B. /home/falko/Desktop, gespeichert hast (ersetze falko mit Deinem eigenen Benutzernamen!):

cd /home/falko/Desktop

Entpacke die VMware Server .tar.gz Datei und lass den Installer laufen:

tar xvfz VMware-server-*.tar.gz
cd vmware-server-distrib
./vmware-install.pl

Der Installer wird Dir eine Menge Fragen stellen. Du kannst die Standardwerte immer beibehalten indem Du einfach <ENTER> drückst.

Es kann sein, dass die Installation mit dieser Fehlermeldung abbricht:

Building the vmmon module.


Using 2.6.x kernel build system.
make: Entering directory `/tmp/vmware-config2/vmmon-only'
make -C /lib/modules/2.6.21-1.3194.fc7/build/include/.. SUBDIRS=$PWD SRCROOT=$PWD/. modules
make[1]: Entering directory `/usr/src/kernels/2.6.21-1.3194.fc7-i686'
CC [M] /tmp/vmware-config2/vmmon-only/linux/driver.o
In file included from /tmp/vmware-config2/vmmon-only/linux/driver.c:80:
/tmp/vmware-config2/vmmon-only/./include/compat_kernel.h:21: error: expected declaration specifiers
or ‘...’ before ‘compat_exit’
/tmp/vmware-config2/vmmon-only/./include/compat_kernel.h:21: error: expected declaration specifiers
or ‘...’ before ‘exit_code’
/tmp/vmware-config2/vmmon-only/./include/compat_kernel.h:21: warning: type defaults to ‘int’
in declaration of ‘_syscall1’
make[2]: *** [/tmp/vmware-config2/vmmon-only/linux/driver.o] Error 1
make[1]: *** [_module_/tmp/vmware-config2/vmmon-only] Error 2
make[1]: Leaving directory `/usr/src/kernels/2.6.21-1.3194.fc7-i686'
make: *** [vmmon.ko] Error 2
make: Leaving directory `/tmp/vmware-config2/vmmon-only'
Unable to build the vmmon module.

For more information on how to troubleshoot module-related problems, please
visit our Web site at "http://www.vmware.com/download/modules/modules.html" and
"http://www.vmware.com/support/reference/linux/prebuilt_modules_linux.html".

Execution aborted.

Das passiert, da der VMware Server für einen 2.6.21 Kernel noch nicht bereit ist (der Standard-Kernel bei Fedora 7 ist 2.6.21.3). Daher müssen wir den VMware Server ein bisschen patchen. Dies kann so erfolgen:

wget http://knihovny.cvut.cz/ftp/pub/vmware/vmware-any-any-update110.tar.gz
tar xvfz vmware-any-any-update110.tar.gz
cd vmware-any-any-update110
./runme.pl

Der ./runme.pl Befehl führt die VMware Server Installation fort. Dieses Mal sollte es funktionieren. Wieder kannst Du alle Standardwerte beibehalten. Wenn Du gefragt wirst

In which directory do you want to keep your virtual machine files?
[/var/lib/vmware/Virtual Machines]

kannst Du entweder den Standardwert beibehalten oder einen Ort festlegen, der genug freien Speicherplatz hat, um Deine virtuellen Maschinen abzulegen.

Am Ende der Installation wirst Du gebeten, eine Seriennummer einzugeben:

Please enter your 20-character serial number.

Type XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX or 'Enter' to cancel:

Gib nun Deine Seriennummer für den VMware Server ein.

Nach der erfolgreichen Installation kannst Du die VMware Server Download-Datei und das Installationsverzeichnis löschen:

cd /home/falko/Desktop
rm -fr vmware-server-distrib
rm -f VMware-server-*.tar.gz

Nun findest Du den VMware Server unter Applications > Other:


Wenn Du ihn startest, wähle "Local host":


Danach kannst Du virtuelle Maschinen erstellen (oder Deine virtuelle Windows Maschine importieren, die Du mit dem VMware Converter generiert hast):

20 Bestandsaufnahme (IV)

Nun haben wir alle gewünschten Programme installiert:

Grafik: [x] Gimp
[x] F-Spot
[x] Picasa

Internet: [x] Firefox
[x] Opera
[x] Flash Player
[x] gFTP
[x] Thunderbird
[x] Evolution
[x] aMule
[x] Azureus
[x] Bittorrent
[x] Pidgin
[x] Skype
[x] Google Earth
[x] Xchat IRC

Office: [x] OpenOffice Writer
[x] OpenOffice Calc
[x] Adobe Reader
[x] GnuCash
[x] Scribus

Sound & Video: [x] Amarok
[x] Audacity
[x] Banshee
[x] MPlayer
[x] Rhythmbox Music Player
[x] gtkPod
[x] XMMS
[x] dvd::rip
[x] Kino
[x] Sound Juicer CD Extractor
[x] VLC Media Player
[x] Real Player
[x] Totem
[x] Xine
[x] GnomeBaker
[x] K3B
[x] Multimedia-Codecs

Programmierung: [x] NVU
[x] Bluefish
[x] Quanta Plus

Andere: [x] VMware Server
[x] TrueType Fonts
[x] Java
[x] Read/Write Support for NTFS Partitions

21 Links