Editierbarkeit – Weniger Möglichkeiten für die englischsprachige Wikipedia

Nach deutschem Beispiel schränkt nun auch die englischsprachige Wikipedia die Editierbarkeit von Artikeln über lebende Menschen ein. Hierdurch sollen Falschmeldungen verhindert werden. Die Folge: Nur erfahrene Autoren dürfen zukünftig Einträge der freien Enzyklopädie ändern. Änderungen anderer Verfasser müssen von Stammautoren freigegeben werden. Bis dahin bleiben sie unsichtbar, weiß die New York Times. Die Zeitung beruft sich auf offizielle Vertreter der Wikimedia Foundation.

Hintergrund ist eine sinkende Toleranzgrenze der Nutzer in Bezug auf falsche Informationen, wie der Rechtsanwalt und Wikimedia-Aufsichtsrat Michael Snow erklärte:  "Nun ist die Toleranz bei diesem Problem gesunken.“ Jüngste Negativbeispiele waren Falschmeldungen bzw. Vandalismus an Artikeln über den Tod der Senatoren Edward M. Kennedy und Robert C. Byrd. Im März 2009 wurden falsche Wikipedia-Informationen nach dem Tod des französischen Filmmusikkomponisten Maurice Jarre in den britischen Tageszeitungen The Guardian und The Independent übernommen.

Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales reagierte auf diese Vorfälle und schlug die Einführung der Methode der "gesichteten und geprüften Versionen" (Flagged Revisions Process) vor, bei der Beiträge unerfahrener Autoren bis zur Freigabe zunächst in eine Warteschleife kommen.

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