Gerichtsurteil: Microsoft beugt sich den EU-Wettbewerbshütern

Einen Monat nach der Niederlage im mehrjährigen Verfahren um die Wettbewerbsauflagen vor dem EU-Gerichtshof scheint sich Microsoft der EU-Kommission zu beugen: Ausstehende Wettbewerbsforderungen hinsichtlich der Öffnung des marktbeherrschenden Betriebssystems Windows für mehr Wettbewerb sollen endlich erfüllt werden. Nach Angaben der EU-Kommission habe Microsoft bei der Offenlegung der Protokoll- und Schnittstelleninformationen in wichtigen Punkten nachgegeben: U.a. seien Bedingungen festgelegt worden, nach denen Microsoft technische Einzelheiten jetzt auch anderen Herstellern offenlegen muss. Microsoft machte u.a. folgende Zugeständnisse:
1) Open-Source-Entwickler dürfen auf die Interoperabilitätsinformationen zugreifen und diese nutzen.
2) Einführung von zwei Lizenzmodellen: Das "No Patent Agreement" umfasst alle Interoperabilitätsinformationen, aber nicht die Nutzung der Patente. Das "Patent Agreement" enthält die Nutzung aller von Microsoft im Rahmen der Protokoll- und Schnittstellendefinitionen beanspruchten Patente.
Ob Microsoft nachträglich noch ein Bußgeld zahlen muss bleibt vorerst offen, meldet heise.de.

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