Installation des VMware Servers auf einem Fedora 7 Desktop

Version 1.0
Author: Falko Timme


Dieses Tutorial ist eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Installation des VMware Server auf einem Fedora 7 Desktop System. Mit dem VMware Server kannst Du Gastbetriebssysteme ("virtuelle Maschinen") wie zum Beispiel Linux, Windows, FreeBSD, etc. unter einem Host Betriebssystem erstellen und ausführen. Das hat den Vorteil, dass Du mehrere Betriebssysteme auf einer Festplatte ausführen kannst, was viel Geld spart. Außerdem kannst Du virtuelle Maschinen von einem VMware Server zum nächsten verschieben (oder zu einem System, das den VMware Player hat).

Mit dem VMware Server kannst Du Deinen alten Windows Desktop (den Du vorher mit dem VMware Converter in eine virtuelle Maschine konvertiert hast, was in dieser Anleitung beschrieben wird: http://www.howtoforge.com/vmware_converter_windows_linux) unter Deinem Fedora Desktop ausführen. Das kann sehr nützlich sein, wenn Du Programme unter Windows verwenden möchtest, auf die Du nicht verzichten kannst oder wenn Du erst langsam zu Linux überwechseln möchtest.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass dies hier nicht der einzige Weg ist, ein solches System zu installieren. Es gibt viele Möglichkeiten - ich selbst habe mich für diese entschieden. Ich kann aber nicht garantieren, dass diese Lösung bei jedem funktioniert bzw. für jeden die richtige ist!

1 Installation benötigter Pakete

Bevor wir den VMware Server installieren können, müssen wir erst einige Voraussetzungen installieren. Gehe zu Applications > Add/Remove Software:


Gib das Root Passwort ein:


Der Package Manager öffnet sich. Gehe zur Browse Registerkarte und wähle:
  • Development > Development Libraries
  • Development > Development Tools
Gehe dann zur List Registerkarte. Wähle das folgende Paket zur Installation aus und klicke danach auf Apply:
  • xinetd
Der Package Manager wird dann alle Abhängigkeiten auflösen, die Pakete runter laden, Dich vielleicht auffordern ein einige unbekannte Keys zu akzeptieren (bitte akzeptiere sie) und letztlich die Pakete installieren.

2 VMware Server

Um den VMware Server runter zu laden, gehe zu http://www.vmware.com/download/server/ und klicke auf Download Now:


Akzeptiere die Lizenzbestimmung indem Du auf Yes klickst:


Lade dann den VMware Server für die Linux .tar.gz Datei (nicht die .rpm Datei!) runter, z.B. zu /home/falko/Desktop:


Um die Seriennummer zu beziehen, die Du benötigst, um den VMware Server ausführen zu können, gehe zu http://register.vmware.com/content/registration.html. Gib Deine persönlichen Daten ein. Danach erscheint eine Seite, auf der die Seriennummer des VMware Servers angezeigt wird. Schreib sie auf oder drucke sie aus:


Um den VMware Server zu installieren, öffne ein Terminalfenster und werde Rootanwender:

su

Gehe dann zu dem Ort, wo Du die VMware Server .tar.gz Datei gespeichert hast, z.B. /home/falko/Desktop (ersetze falko mit Deinem eigenen Benutzernamen!):

cd /home/falko/Desktop

Entpacke die VMware Server .tar.gz Datei und führe den Installer aus:

tar xvfz VMware-server-*.tar.gz
cd vmware-server-distrib
./vmware-install.pl

Der Installer wird Dir eine Menge Fragen stellen. Du kannst immer die Standardwerte beibehalten indem Du einfach ENTER> drückst.

Es kann sein, dass die Installation mit folgender Fehlermeldung unterbrochen wird:

Building the vmmon module.

Using 2.6.x kernel build system.
make: Entering directory `/tmp/vmware-config2/vmmon-only'
make -C /lib/modules/2.6.21-1.3194.fc7/build/include/.. SUBDIRS=$PWD SRCROOT=$PWD/. modules
make[1]: Entering directory `/usr/src/kernels/2.6.21-1.3194.fc7-i686'
CC [M] /tmp/vmware-config2/vmmon-only/linux/driver.o
In file included from /tmp/vmware-config2/vmmon-only/linux/driver.c:80:
/tmp/vmware-config2/vmmon-only/./include/compat_kernel.h:21: error: expected declaration specifiers
or ‘...’ before ‘compat_exit’
/tmp/vmware-config2/vmmon-only/./include/compat_kernel.h:21: error: expected declaration specifiers
or ‘...’ before ‘exit_code’
/tmp/vmware-config2/vmmon-only/./include/compat_kernel.h:21: warning: type defaults to ‘int’
in declaration of ‘_syscall1’
make[2]: *** [/tmp/vmware-config2/vmmon-only/linux/driver.o] Error 1
make[1]: *** [_module_/tmp/vmware-config2/vmmon-only] Error 2
make[1]: Leaving directory `/usr/src/kernels/2.6.21-1.3194.fc7-i686'
make: *** [vmmon.ko] Error 2
make: Leaving directory `/tmp/vmware-config2/vmmon-only'
Unable to build the vmmon module.

For more information on how to troubleshoot module-related problems, please
visit our Web site at "http://www.vmware.com/download/modules/modules.html" and
"http://www.vmware.com/support/reference/linux/prebuilt_modules_linux.html".

Execution aborted.

Das passiert da der VMware Server noch nicht für den 2.6.21 Kernel bereit ist (der Standard-Kernel in Fedora 7 ist 2.6.21.3). Daher müssen wir den VMware Server ein bisschen patchen. Dies kann wie folgt ausgeführt werden:

wget http://knihovny.cvut.cz/ftp/pub/vmware/vmware-any-any-update110.tar.gz
tar xvfz vmware-any-any-update110.tar.gz
cd vmware-any-any-update110
./runme.pl

Der ./runme.pl Befehl setzt die VMware Server Installation fort. Dieses Mal sollte es klappen. Du kannst wieder die Standardwerte beibehalten. Wenn Du gefragt wirst

In which directory do you want to keep your virtual machine files?
[/var/lib/vmware/Virtual Machines]

kannst Du entweder den Standardwert akzeptieren oder einen Ort festlegen, der genug freien Speicherplatz hat um Deine virtuellen Maschinen zu speichern.

Am Ende der Installation wirst Du gebeten die Seriennummer einzugeben:

Please enter your 20-character serial number.

Type XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX or 'Enter' to cancel:

Gib die Seriennummer des VMware Servers ein.

Nach der erfolgreichen Installation kannst Du die VMware Server Download Datei und das Installationsverzeichnis löschen:

cd /home/falko/Desktop
rm -fr vmware-server-distrib
rm -f VMware-server-*.tar.gz

Den VMware Server findest Du nun unter Applications > Other:


Wenn Du ihn startest, wähle Local host:


Danach kannst Du virtuelle Maschinen erstellen (oder Deine virtuelle Windows Maschine importieren, die Du mit dem VMware Converter erstellt hast):

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