Installationsleitfaden: Fedora 8 (auch bekannt als Der Perfekte Desktop)

Version 1.0
Author: Oliver Meyer <o [dot] meyer [at] projektfarm [dot] de>


Diese Anleitung beschreibt, wie man einen Fedora Desktop einrichtet - wie man spezielle Mouse Buttons aktiviert, die Laptop-Unterstützung verbessert (je nach Modell), einen Drucker einrichtet (insbesondere HP) und den Gebrauch von Compiz Fusion inklusive. Im Endeffekt erhält man ein schnelles und sicheres System, das alles, was man für den täglichen Gebrauch und für die Unterhaltung benötigt, liefert.

Diese Anleitung ist eine praktische Anleitung ohne jegliche Garantie und deckt kein theoretisches Hintergrundwissen ab. Dies wird in anderen Dokumenten im Netz abgehandelt. Es gibt viele Wege um ans Ziel zu kommen, ich habe diesen gewählt.

1 Das Installationsmedium

Das Installatioinsmedium ist verfügbar unter http://fedoraproject.org/get-fedora - Ich habe für diese Anleitung das DVD-Image verwendet.

2 Die Installation

Drücke "Enter" um die Installation zu starten.


Treiber werden geladen.


Teste Dein Installationsmedium wenn Du magst.


Der Installationswizard startet.


Wähle eine Sprache.


Wähle ein Tastaturlayout.


Wenn Du eine neue unformatierte Festplatte hast, wird dies erscheinen. Klicke auf "yes".


Hier kannst Du das Partitionslayout wählen/ändern.


Wenn Du das manuelle Setup gewählt hast, wirst Du folgendes Fenster sehen.


Wenn Du ein vordefiniertes Setup gewählt hast, siehst Du eine solche Warnung. Drücke "yes" wenn Du zustimmst.


Wenn Du ein vordefiniertes Setup gewählt das Ankreuzfeld "Review and modify partitioning layout" markiert hast, öffnet sich dieses Fenster - es liefert Informationen darüber, wie sich das vordefinierte Setup die Festplatte auswirkt. Du kannst manuelle Veränderungen vornehmen oder es so lassen, wie es ist.


In diesem Fenster kannst Du die Einstellungen für den Bootloader einrichten.


Hier kannst Du die Netzwerkeinstellungen einrichten.



Wähle den Ort, der sich in Deiner Nähe befindet und konfiguriere die Uhr. Entferne das Häkchen wenn andere Betriebssysteme installiert sind, die erwarten, dass die Uhr nach lokaler Zeit gestellt ist - z.B. Windows.



Wähle ein Passwort für das Root Konto und bestätige es.


Hier kannst Du vordefinierte Softwaresammlungen auswählen. Wenn Du das entsprechende Feld markierst, kannst Du auch eine benutzerdefinierte Auswahl treffen.


Wenn Du eine benutzerdefinierte Auswahl getroffen hast, wirst Du folgende Fenster sehen. Wähle auf der linken Seite eine Hauptgruppe und danach auf der rechten Seite eine von ihren Untergruppen. Klicke nun auf "Optional Packages" - Du siehst...


...dieses Fenster mit einer detaillierten Paketliste. Wähle oder deselektiere Pakete, wie Du magst.


Wenn Deine Auswahl getroffen ist, klicke auf "Next". Abhängigkeiten werden geprüft.
Das System ist bereit für die Installation - klicke auf "Next".


Die Partition(en)/Festplatte(n) wird formatiert.


Das System wird installiert.


Die Installation ist abgeschlossen. Entferne das Installationsmedium und starte das System neu.

3 Der erste Start

Wenn nichts anderes Besonderes zu tun ist, warte ein paar Sekunden um mit den Standardeinstellungen zu starten zu können.


Das System startet.


Dies ist der erste Start - und er Firstboot-wizard erscheint.


Sieh Dir die Lizenzbestimmung an und fahre fort.



Hier kannst Du die Einstellungen für die Firewall ändern, wenn Du magst. Wenn Du nicht vorhast Dich mit diesem Computer via ssh/scp/sftp etc. zu verbinden, kannst Du den entsprechenden Port schließen.


Ich empfehle SELinux zu deaktivieren - es kann viele Probleme verursachen, besonders wenn Du Software von zusätzlichen Paketdatenbanken verwendest.


Ein Neustart ist von Nöten um die Änderungen zu übernehmen.


Stelle die Zeit und das Datum ein.


Wenn Du das Netzwerk-Zeitprotokoll freischaltest, wird die Zeit mit einem entfernten Zeitserver synchronisiert.


Sende Dein Hardware-Profil wenn Du magst.


Es ist Zeit, das erste Benutzerkonto dem System hinzuzufügen.


Das System muss nun neu gestartet werden.


Wenn das System wieder hochgefahren ist, siehst das Login-Feld. Melde Dich auf dem System mit den Benutzerdaten an, die Du im firstboot-wizard gewählt hast.


Willkommen auf Deinem Desktop.

4 Basis-Konfiguration

In zahlreichen Kapiteln dieser Anleitung musst Du zu dem Root-Konto wechseln (im Terminalfenster). Auf das Terminalfenster kannst Du vom Gnome Programmmenü aus zugreifen.



Gib Folgendes ein um zum Root-Konto zu wechseln:

su -
%rootpassword%

Zurück zu Deinem Benutzer-Konto kannst Du mit dieser Eingabe wechseln:

exit


4.1 Yum

Installiere einige empfohlene Pakete um Problemen mit yum und den Kernel-Modulen (Root Privilegien werden benötigt):

yum install yumex yum-fastestmirror yum-skip-broken yum-fedorakmod yum-kernel-module yum-refresh-updatesd

4.2 DVD Paketdatenbank

Das Installationsmedium ist standardmäßig als Paketdatenbank eingerichtet. Wenn Du eine schnelle Internetverbindung hast, empfiehlt es sich, es zu entfernen - Du bekommst so also immer die neusten Pakete. Entferne die Paketdatenbank-Datei (Root Privilegien werden benötigt):

rm -f /etc/yum.repos.d/Fedora-install-media.repo


4.3 Livna

Die Livna-Paketdatenbank liefert viele Pakete, inklusive Multimedia Programme und Treiber für ATI und Nvidia Grafikkarten. Es ist 100% kompatibel zur Fedora-Paketdatenbank. Installiere das Datenbankpaket (Root Privilegien werden benötigt):

rpm -ivh http://rpm.livna.org/livna-release-8.rpm

4.4 Nautilus

Nautilus öffnet standardmäßig für jeden einzelnen Ordner ein Fenster - um das zu ändern, öffne irgendeinen Ordner und ändere die Einstellungen. Es bietet sich auch an den Lösch-Befehl freizuschalten, der den Müll weiterleitet - denn wenn Du etwas aus externen Speichern mit dem Standard Lösch-Befehl löschst, werden diese Dinge nicht wirklich gelöscht sondern zu einem Papierkorb auf dem Gerät verschoben (.trash). Dieser Müll wird nicht beeinflusst wenn Du den Papierkorb auf Deinem Desktop leerst.



Jetzt ist es benutzerfreundlich.

4.5 Dienste & Startup Programme

Einige Dienste sind auf Deinem System standardmäßig aktiviert - es kann gut sein, dass einige dieser Dienste nutzlos sind (das hängt von Deiner Festplatte und Deinen Wünschen ab). Die Deaktivierung von nutzlosen Diensten spart Ressourcen. Also lohnt es sich, sich die Diensteinstellungen anzusehen - auf die kannst Du im Gnome Systemmenü zugreifen.


Gib das Root Passwort ein.


Wähle alle Runlevel.


4.5.1 Dienste aktivieren

  • Network Manager
  • Network Manager Dispatcher

4.5.2 Dienste deaktivieren

  • bluetooth (deaktiviere diesen Dienst, wenn kein Bluetooth-Gerät mit Deinem System verbunden ist)
  • firstboot (dieser Dienst wird nicht länger benötigt)
  • mdmonitor (deaktiviere diesen Diesnt, wenn Du kein RAID-System eingerichtet hat)
  • pcscd (deaktiviere diesen Dienst, wenn kein smart-card Leser mit Deinem System verbunden ist)
  • restorecond (deaktiviere diesen Dienst, wenn Du SELinux deaktiviert hast)
  • setroubleshoot (deaktiviere diesen Dienst, wenn Du SELinux deaktiviert hast)
  • smolt (deaktiviere diesen Dienst, wenn Du keine monatlichen Hardware-Profile senden möchtest)
  • sshd (deaktiviere diesen Dienst, wenn Du nich vorhast, Dich via ssh/scp/sftp etc. mit diesem Computer zu verbinden)
Wenn Du einen Computer mit einer Wlan-Karte hast, empfehle ich "network" in allen Runlevels zu deaktivieren - sonst hast Du eine lange Startzeit, da das System versucht, eine dhcp-ip diesem Gerät zuzuweisen (unabhängig von der Konfiguration). Nachdem Du Dich angemeldet hast wird der Netzwerk Manager das Netzwerk automatisch deaktivieren.

4.5.3 Startup Programme deaktivieren

Verfahre mit den Startup Programmen genauso wie mit den Diensten. Auf die Einstellungen für die Startup Programme kannst Du im Gnome Systemmenü zugreifen.


Deaktiviere die Startup Programme, die Du nicht brauchst - z.B.: wenn Du Bluetooth deaktiviert hast, besteht kein Sinn darin, den Bluetooth Manager zu starten etc.

4.6 Software deinstallieren

Bevor Du das System erstmalig aktualisierst, solltest Du überprüfen, ob Software installiert ist, die Du nicht brauchst oder die Du lieber mit einer anderen Software ersetzen möchtest. Unser Ziel: ein sauberes System mit nur den Programmen, die Du wirklich brauchst.

Welche Programme Du deinstallierst oder mit anderen ersetzt, liegt ganz bei Dir - im Kapitel 13 findest Du eine Zusammenfassung von installierter Software und eine kleine Auswahl zusätzlicher Software im Kapitel 14 (inklusive möglichem Ersatz für bereits installierte Software).

Mit dem Yum Extender kannst Du Software ganz einach deinstallieren - siehe dazu Schritt 5. Danach wird es Zeit für das erste Update (falls Updates verfügbar sind) - siehe nächster Schritt.

4.7 Aktualisierung des Systems

Das System sucht automatisch nach Updates und informiert Dich, wenn Updates verfügbar sind. Klicke auf "View Updates".


Gib das Root Passwort ein.


Eine Zusammenfassung verfügbarer Updates wird Dir angezeigt...


...und auch Details wenn Du willst. Klicke auf "Apply updates" um die Updates zu installieren.



Die Abhängigkeiten werden aufgelöst.


Die Updates werden runter geladen und installiert.


4.8 Stromverbrauch

Mit Powertop, einem Tool von Intel für Intel Platforms, kannst Du feststellen, welche Software die meiste Energie auf Deinem System verbraucht. Vor allem Notebook-Benutzer werden von einem niedrigeren Stromverbrauch profitieren - der Akku hält länger.

Wenn Du Powertop verwenden möchtest, installiere folgendes Paket:
  • powertop
Es wird empfohlen es als Root Benutzer laufen zu lassen, sonst kannst Du nicht alle Funktionen dieses Tools nutzen. Lass Powertop laufen:

powertop


Powertop sammelt fortlaufend Daten von Deinem System. Es zeigt Dir in Intervallen an, was die meiste Energie verbraucht und wie Du Dein System optimieren kannst. In besonderen Fällen ist Powertop dazu in der Lage, das System selbst zu optimieren, wenn Du die Taste drückst, die angezeigt wird. Es ist recht vernünftig ein paar Watt zu sparen.

4.9 Spezielle Mouse Buttons

Wenn Du eine Mouse (verbunden via USB-Kabel) mit speziellen Buttons hast, kannst Du sie in den folgenden Schritten aktivieren und konfigurieren. Ich habe das mit ein paar wenigen Logitech Mäusen getestet (MX Revolution, VX Revolution und MX518) - es sollte auch mit jeder anderen Mouse funktionieren.

4.9.1 Vorbereitung

Sichere zunächst die Datei xorg.conf (Root Privilegien werden benötigt):

cp /etc/X11/xorg.conf /etc/X11/xorg.conf.original


4.9.2 Geräte-Bezeichnung

Lass uns nun die exakte Bezeichnung Deiner Mouse herausfinden:

cat /proc/bus/input/devices | less

Durchsuche den Eintrag nach Deiner Mouse. Zum Beispiel ist der Eintrag für meine Mouse (Logitech MX Revolution):

I: Bus=0003 Vendor=046d Product=c51a Version=0111
N: Name="Logitech USB Receiver"
P: Phys=usb-0000:00:1d.0-2/input0
S: Sysfs=/class/input/input3
U: Uniq=
H: Handlers=mouse1 event3
B: EV=7
B: KEY=ffff0000 0 0 0 0 0 0 0 0
B: REL=143

Notiere Dir die Bezeichnung Deiner Mouse - Du wirst sie in ein paar Minuten brauchen.

4.9.3 X-server Konfiguration

Wähle einen Namen als Identifizierung für Deine Mouse in der Datei xorg.conf, z.B.: "MX Rev". Bearbeite jetzt die x-server Konfiguration (Root Privilegien werden benötigt):

gedit /etc/X11/xorg.conf

Füge der Sektion "ServerLayout" eine neue Zeile an, die wie folgt aussieht. Erstetze den Platzhalter %identifier% mit der Identifizierung, die Du ausgewählt hast.
Section "ServerLayout"
Identifier "Default Layout" Screen 0 "Screen0" 0 0 InputDevice "Keyboard0" "CoreKeyboard" InputDevice "%identifier%" "CorePointer" EndSection
Z.B.:
Section "ServerLayout"
Identifier "Default Layout" Screen 0 "Screen0" 0 0 InputDevice "Keyboard0" "CoreKeyboard" InputDevice "MX Rev" "CorePointer" EndSection
Füge folgende Sektion hinzu. Ersetze den Platzhalter %identifier% mit der Identifizierung, die Du gewählt hast und den Platzhalter %devicename% mit der Bezeichnung für Deine Mouse, die Du im Schritt 4.9.2 herausgefunden hast.
Section "InputDevice"
Identifier "%identifier%" Driver "evdev" Option "Phys" "usb-*/input0" Option "Name" "%devicename%" Option "CorePointer" EndSection
Z.B.:
Section "InputDevice"
Identifier "MX Rev" Driver "evdev" Option "Phys" "usb-*/input0" Option "Name" "Logitech USB Receiver" Option "CorePointer" EndSection

4.9.4 Die Speziellen Buttons

Nun wird es Zeit herauszufinden, welche Nummer jedem einzelnen Button zugewiesen ist. Öffne ein Terminalfenster und starte "xev". Ein neues Fenster mit einem Quadrat darin erscheint. Bewege den Cursor in das Quadrat und drücke nach einander jeden einzelnen speziellen Button. Bewege Deine Mouse währendessen nicht - sonst kannst Du nicht feststellen, welcher Vorgang der Mousebewegung oder dem speziellen Button zuzuschreiben ist. Du siehst die zugewiesene Nummer für jeden einzelnen Button im Terminalfenster darunter - notiere sie.

xev

4.9.5 Xvkbd

Xvkbd ist ein vituelles Keyboard für das X Window System. Es sendet Befehle/Vorgänge zum X-Server, den wir im nächsten Schritt den speziellen Buttons zuweisen. Lade xvkbd runter und installiere es (Root Privilegien werden benötigt):

wget http://dag.wieers.com/rpm/packages/xvkbd/xvkbd-2.8-1.el4.rf.i386.rpm
yum localinstall xvkbd-2.8-1.el4.rf.i386.rpm --nogpgcheck
rm xvkbd-2.8-1.el4.rf.i386.rpm

4.9.6 Xbindkeys

Xbindkeys verbindet die speziellen Buttons mit xvkbd. Installiere das folgende Paket (wenn Du nicht weißt, wie man ein Paket installiert, sieh Dir Schritt 5 an):
  • xbindkeys
Als Nächstes erstellen wir eine Standard-Konfigurationsdatei für Dein Konto und bearbeiten sie (ohne Root Privilegien!):

xbindkeys --defaults > $HOME/.xbindkeysrc
gedit .xbindkeysrc

Hier kannst Du Befehle/Vorgänge Deinen Mouse Buttons zuweisen. Hier ist zum Beispiel meine Konfiguration:

# Action back
"/usr/bin/xvkbd -text "[Alt_L][Left]"" m:0x0 + b:8 # Action forward "/usr/bin/xvkbd -text "[Alt_L][Right]"" m:0x0 + b:9 # Zoom in "/usr/bin/xvkbd -text "C+"" m:0x0 + b:13 # Zoom out "/usr/bin/xvkbd -text "C-"" m:0x0 + b:15 # Close window "/usr/bin/xvkbd -text "Cw"" m:0x0 + b:17 # Open Firefox "firefox" m:0x0 + c:229
Wie Du sehen kannst, besteht jeder Eintrag aus einem xvkbd-Vorgang und einem Mouse Button. m:0x0 + b:1 für Button 1, m:0x0 + b:2 für Button 2 und so weiter. Für Keycodes gib m:0x0 + c:%keycode%, z.B.: m:0x0 + c:229 ein.

4.9.7 Autostart

Du musst xbindkeys dem Startup Programm hinzufügen .


4.10 Gnome Schlüsselring

All Deine Passworte, die Du für andere Programme verwendest, wie zum Beispiel die Passworte für Dein E-Mail-Konto oder die Passworte für Deine Wlan-Verbindung(en) werden im Gnome Schlüsselring gespeichert. Du wirst gebeten ein Master-Passwort für den Gnome Schlüsselring einzugeben, wenn das erste Passwort hinzugefügt wird. Ich empfehle Dein System-Passwort für den Gnome Schlüsselring zu verwenden. Jedes Mal wenn Du ein Programm erstmalig in einer Sitzung startest, das eines oder mehrere Passworte verlangt, die im Gnome Schlüsselring gespeichert sind, wirst Du gebeten, Dein Master-Passwort einzugeben - das ist nervig (meiner Meinung nach).

Das kann vereinfacht werden indem Du den pam_keyring verwendest, der Deinen Gnome Schlüsselring automatisch entriegelt, wenn Du Dich auf Deinem System anmeldest - das verlangt allerdings, dass Dein Master-Passwort für den Gnome Schlüsselring und Dein System-Passwort ein und dasselbe ist. Wenn Du pam_keyring verwenden möchtest, installiere das folgende Paket (wenn Du nicht weißt, wie man Pakete installiert, sieh Dir Schritt 5 an):
  • pam_keyring
Nun musst Du pam_keyring in die Pam-Konfiguration für den gdm integrieren (Root Privilegien werden benötigt):

gedit /etc/pam.d/gdm

Du musst die folgenden zwei Zeilen in die Konfigurationsdatei einfügen:

auth optional pam_keyring.so try_first_pass
session optional pam_keyring.so

Es ist wichtig, die Zeilen in der richtigen Reihenfolge einzufügen - sonst funktioniert pam_keyring nicht. Die Konfigurationsdatei muss so aussehen:

#%PAM-1.0
auth [success=done ignore=ignore default=bad] pam_selinux_permit.so auth required pam_env.so auth optional pam_keyring.so try_first_pass auth include system-auth auth optional pam_gnome_keyring.so account required pam_nologin.so account include system-auth password include system-auth session required pam_selinux.so close session include system-auth session required pam_loginuid.so session optional pam_console.so session optional pam_keyring.so session required pam_selinux.so open session optional pam_keyinit.so force revoke session required pam_namespace.so session optional pam_gnome_keyring.so auto_start

5 Yum Extender

Der Yum Extender (auch bekannt als Yumex) ist eine einfach zu benutzende gui für den Yum Paket Manager. Mit Yumex kannst Du Pakete installieren, deinstallieren oder aktualisieren - es ist über das Gnome Programmmenü zu erreichen.


Gib das Root Passwort ein.


Yumex erscheint - mach' Dich mit der gui vertraut.

5.1 Pakete deinstallieren

Wähle "Installed" - jetzt siehst Du alle installierten Pakete. Durchsuche die Liste oder gib einen Suchbegriff in das entsprechende Feld ein um ein Paket zu finden.


Wenn Du ein Paket gefunden hast, das Du entfernen möchtest, hebe einfach die Markierung des Ankreuzfeldes auf.


Du kannst alternativ auch die Gruppenübersicht verwenden.


Dies ist die Paketschlange - hier sind alle Pakete aufgelistet, die Du zur Deinstallation ausgewählt hast. Falls Du einen Fehler gemacht hast, kannst Du eines oder mehrere Pakete von der Liste entfernen.


Wenn Du Deiner Auswahl zustimmst, klicke auf "Process Queue" in der unteren rechten Ecke.


Falls die Pakete, die Du deinstallieren möchtest, Abhängigkeiten aufweisen, werden auch die für die Deinstallation markiert. Wenn Du zustimmst, fahre fort.


Die Pakete werden deinstalliert.


Die Deinstallation ist abgeschlossen. Beende Yumex oder starte es neu.

5.2 Pakete installieren

Wähle "Available" - nun siehst Du alle installierten Pakete. Durchsuche die Liste oder gib einen Suchbegriff in das entsprechende Feld ein um Pakete zu finden. Wenn Du ein Paket gefunden hast, das Du installieren möchtest, markiere einfach dessen Ankreuzfeld.


Du kannst alternativ auch die Gruppenübersicht verwenden.


Die Paketschlange enthält alle Pakete, die Du zur Installation ausgewählt hast. Wenn Du einen Fehler gemacht hast, kannst Du eines oder mehrere Pakete von der Liste entfernen.


Die Abhängigkeiten werden aufgelöst. Auch sie werden für die Installation markiert.


Wenn Du zustimmst, fahre fort.



Die Pakete werden runter geladen...


...überprüft...


...und installiert.


Die Installation ist abgeschlossen. Beende Yumex oder starte es neu.

6 ATI & Nvidia Grafikkarten-Treiber

Merke: Die Treiber in Schritt 6.1 und 6.2 hängen von der Livna-Paketdatenbank ab (step 4.3).

6.1 Nvidia

Es sind drei verschiedene Treiber für Nvidia Grafikkarten verfügbar. Installiere die Pakete, die zu dem Modell Deiner Grafikkarte passen. Wenn Du nicht weißt welcher Kernel auf Deinem System installiert ist, öffne ein Terminalfenster und gib Folgendes ein:

uname -r

Der neuste Treiber (http://www.nvidia.com/object/IO_18897.html) für aktuelle Modelle:
  • kmod-nvidia
  • kmod-nvidia-%kernel_version%
Der Treiber (http://www.nvidia.com/object/IO_32667.html - 1.0-96xx) für ältere Modelle:
  • kmod-nvidia-96xx
  • kmod-nvidia-96xx-%kernel_version%
Der Treiber (http://www.nvidia.com/object/IO_32667.html - 1.0-71xx) für alte Modelle:
  • kmod-nvidia-legacy
  • kmod-nvidia-legacy-%kernel_version%
Der Legacy-Treiber bietet keine AIXGL Unterstützung - das heißt Du kannst keine Desktop Effekte verwenden.

Um den Treiber zu aktivieren musst Du Dich ab- und wieder neu anmelden. Danach kann man auf die Treiber-Konfiguration via Gnome Programmmenü zugreifen.


6.2 ATI

Installiere folgende Pakete. Wenn Du nicht weißt welcher Kernel auf Deinem System installiert ist, öffne ein Terminalfenster und gib Folgendes ein:

uname -r
  • kmod-fglrx
  • kmod-fglrx-%kernel_version%
Um den Treiber zu aktivieren musst Du Dich ab- und wieder neu anmelden.

7 Desktop Effekte

7.1 Installation

Für Compiz Fusion müssen wir ein paar Pakete installieren.
  • compiz-fusion
  • compiz-fusion-gnome
  • compiz-fusion-extras
  • compiz-fusion-extras-gnome
  • compiz-manager
  • gnome-compiz-manager

7.2 Compiz freischalten

Merke: Du musst Compiz folgendermaßen freischalten - sonst funktioniert Emerald nicht.


Klicke auf das entsprechende Feld um Compiz freizuschalten.

7.3 Konfiguration

Auf das Compiz Konfigurations-Tool kann via Gnome Systemmenü zugegriffen werden.


Registerkarte 1: Die Grundeinstellungen. Ändere nicht das Ankreuzfeld von "Enable GL Desktop" - sonst kannst Du Probleme mit Emerald bekommen.


Registerkarte 2: Hier kannst Du die Fenster-Einstellungen ändern.


Registerkarte 3: In diesem Fenster kannst Du die Einstellungen für den Arbeitsplatz ändern.


Registerkarte 4: Konfiguriere die Einstellungen für den Desktop.


Registerkarte 5: Utility Konfiguration.


8 Motive & Symbole

Wenn Dir das Erscheinungsbild Deines Desktops nicht gefällt, kannst Du es ganz einfach anpassen.

8.1 Emerald

Emerald ist ein Window Decorator und Compositing Manager für Compiz Fusion. Installiere folgende Pakete:
  • emerald
  • emerald-themes
Zur Zeit hat die Version (v0.5.2) einen Fehler, der Emerald daran hindert, das Fensterdesign zu ändern. Um dies zu beheben, musst Du Deiner Sitzung ein Startup Programm anhängen.



Um die Änderungen zu übernehmen, musst Du Dich ab- und wieder anmelden. Danach ist Emerald für den Gebrauch bereit.


Wähle ein Fensterdesign das Dir gefällt.


Dieses Fenster enthält die Hauptkonfiguration, die vom Fensterdesign unabhängig ist.


Klicke auf die beiden Felder auf der "Repository" Registerkarte um Dir alle verfügbaren Fensterdesigns anzeigen zu lassen.


Du kannst jedes Fensterdesign so ändern, wie Du es möchtest.


Zusätzliche Motive kannst Du hier finden: http://compiz-themes.org/.

8.2 Gtk2/Metacity Motive

Gtk2 und Metacity Motive können mit oder ohne Emerald verwendet werden - im Gegensatz zu Emerald werden diese Motive auch das Design des Gnome Panels beeinflussen. Gtk2 und Metacity Motive findest Du auf vielen Web Seiten wie http://www.gnome-look.org/. Wenn Du ein gtk2/Metacity-Motiv runter geladen und entpackt hast, musst Du es (den Ordner mit gtk-2.0 und/oder Metacity) in den Motiv-Ordner kopieren. Öffne ein Terminalfenster, werde Root und wechsle in den Ordner, in dem Du das Motiv entpackt hast.

cp -R %theme_folder% /usr/share/themes/

Das ist alles - nun ist das neue Motiv in den Gnome-Einstellungen verfügbar.


Wähle ein bereits vorhandenes Motiv und passe es an.

8.3 Symbole

Symbol-Sets kannst Du auf vielen Web Seiten wie http://www.gnome-look.org/ finden. Wenn Du ein Symbol-Set runter geladen und entpackt hast, musst Du es in den Symbol-Ordner kopieren. Öffne ein Terminalfenster, werde Rootanwender und wechsle in den Ordner, in dem Du das Symbol-Set entpackt hast.

cp -R %icon-set% /usr/share/icons/

Jetzt sind die Symbole in den Gnome-Einstellungen verfügbar. Sieh Dir Schritt 8.2 an.

Meine Konfiguration:

GTK2-Motiv: Linsta2 von http://www.gnome-look.org/ Emerald-Motiv: Scaled_Black_Mod
Symbol-Motiv: Dropline Neu! 0.6PR3 von http://www.silvestre.com.ar/

9 Firewall

Auf die Firewall kannst Du im Gnome Systemmenü zugreifen.


Gib das Root Passwort ein.


Auf der ersten Registerkarte sind einige gut bekannte Dienste aufgelistet. Ändere die Markierung im Ankreuzfeld um die Ports für einen Dienst zu öffnen oder zu schließen.


Auf der zweiten Registerkarte kannst Du einzelne Ports öffnen/schließen.


Die dritte Registerkarte enthält die Einstellungen für vertrauenswürdige Geräte.



Masquerading ist auf der vierten Registerkarte verfügbar.


Auf der letzten Registerkarte kannst Du Deine eigenen Rules importieren (iptables-save Format).

10 Laptop Benutzer

Folgenede Pakete und Kernel aktivieren (je nach Modell) spezielle Funktionen/Geräte (wie z.B. hotkeys etc) auf Deinem Laptop. Um Kernelmodule rc.local hinzuzufügen, werden Root Privilegien benötigt - um die Änderungen zu übernehmen, musst Du Dein System neu starten oder das Kernelmodul von Hand laden. Um ein Kernelmodul manuell zu laden, öffne ein Terminalfenster, werde Rootanwender und gib Folgendes ein (ersetze %kernel_module% mit dem Modul, das Du laden möchtest):

modprobe %kernel_module%

10.1 ASUS

Aktiviere das Asus Kernelmodul:

gedit /etc/rc.local

Füge folgende Zeile hinzu:

/sbin/modprobe asus-laptop


10.2 IBM/Lenovo

Folgende Pakete sind verfügbar:
  • tpb (verbindet ein Programm mit ThinkPad, Mail, Home und Suchfelder)
  • thinkfinger (Treiber für den UPEK/SGS Thomson Microelectronics Fingerprint Reader (USB ID 0483:2016))
Aktiviere das IBM Kernelmodul:

gedit /etc/rc.local

Füge folgende Zeile hinzu:

/sbin/modprobe thinkpad-acpi


10.3 Acer

Installiere das folgende Paket:

10.4 Dell

Installiere das folgende Paket:
  • i8kutils (support for inspiron 8000 and others)

10.5 MSI

Aktiviere das MSI Kernelmodul:

gedit /etc/rc.local

Füge folgende Zeile hinzu:

/sbin/modprobe msi-laptop


10.6 Toshiba

Aktiviere das Toshiba Kernelmodul:

gedit /etc/rc.local

Füge folgende Zeile hinzu:

/sbin/modprobe toshiba-acpi


10.7 Sony

Aktiviere das Sony Kernelmodul:

gedit /etc/rc.local

Füge folgende Zeile hinzu:

/sbin/modprobe sony-laptop


11 WLAN

Viele Wlan-Karten werden auf Fedora 8 standardmäßig unterstützt - wenn Deines nicht besonders funktioniert, sieh Dir mal die Paketdatenbanken an - vielleicht wird Dein Gerät vom Madwifi Paket unterstützt. Wenn Dein Gerät funktioniert, kannst Du es einfach mit einem Wireless-Access-Point verbinden.

Wenn Du auf den Netzwerk Manager klickst, erscheint eine Liste mit wireless Netzwerken. Klicke auf das Netzwerk, mit dem Du Dich verbinden möchtest.


Wähle die Wireless Security (wenn mehrere zur Auswahl stehen) und gib das Passwort für dieses wireless Netzwerk ein.


Danach bist Du mit dem wireless Netzwerk verbunden.


Falls Du Probleme haben solltest, Dich mit einem wireless Netzwerk zu verbinden oder Du es nicht sehen kannst (SSID aus) kannst Du die Verbindung manuell erstellen. Wähle "Connect to Other Wireless Network" und gib die benötigten Informationen ein.

12 Drucker Konfiguration

12.1 Hewlett-Packard

HPLIP Homepage: http://hplip.sourceforge.net/
Wenn Du ein HP-Gerät hast, kannst Du vom hplip Projekt profitieren. Es liefert eine gui mit vielen Funktionen (je nach Modell) für Dein HP-Gerät. Wenn Du hplip verwenden möchtest, installiere folgende Pakete (vielleicht sind einige von diesen Paketen bereits auf Deinem System installiert):
  • hplip
  • hplip-gui
  • cups
  • cups-devel
  • ghostscript
  • foomatic
  • qt or qt4
  • pyqt or pyqt4
  • python
  • python-devel
  • python-reportlab
  • libjpeg
  • libjpeg-devel
  • net-snmp (wird nur nür Netzwerk-Drucker benötigt)
  • net-snmp-devel (wird nur für Netzwerk-Drucker benötigt)
  • chkconfig

12.1.1 USB

Schalte Deinen Drucker an und verbinde ihn mit dem Computer. Wenn Dein Drucker von den installierten Treibern unterstützt wird, wird er automatisch erkannt und vorkonfiguriert. Danach kannst Du den Drucker mit dem HP Device Manager konfigurieren - sieh Dir dazu Schritt 12.14 an.

12.1.2 Netzwerk

Zuerst musst Du Port 161 (tcp+udp) für snmp und Port 9100 (tcp) für jetdirect in Deiner Firewall öffnen - sieh Dir dazu Schritt 9 an. Öffne als Nächstes ein Terminalfenster, werde Rootanwender und starte das Setup:

hp-setup

Wähle "Network/..." und klicke auf "Next".


Falls Dein Drucker nicht automatisch erkannt wird, kannst Du manuell nach ihm suchen.


Fahre fort nachdem Dein Drucker erkannt worden ist.


Hier musst Du eine PPD-Datei für Deinen Drucker auswählen. Wenn Du nicht die Datei verwenden möchtest, die empfohlen wird (oder wenn für Dein Modell keine PPD-Datei verfügbar ist) kannst Du Deine eigene auswählen.


Hier kannst Du die Informationen für Deinen Drucker bearbeiten.



Zum Schluss siehst Du die Zusammenfassung Deiner Druckerkonfiguration.


Nun kannst Du den Drucker innerhalbt des HP Device Manager konfigurieren - siehe dazu Schritt 12.1.4.

12.1.3 Paralleles Port

Zuerst müssen wir einige Kernalmodule aktivieren (Root Privilegien werden benötigt):

gedit /etc/rc.local

Füge folgende Zeile hinzu:

/sbin/modprobe lp
/sbin/modprobe ppdev
/sbin/modprobe parport
/sbin/modprobe parport-pc

Füge als Nächstes die Gruppe "lp" zu Deinem Konto.


Gib das Root Passwort ein.


Klicke (Doppelklick) auf die Zeile, die zu Deinem Benutzerkonto gehört.


Markiere das Ankreuzfeld neben "lp".


Fahre danach Dein System runter und verbinde den Drucker mit Deinem System (Drucker auf parallelen Ports werden nur während des Hochfahrens erkannt). Starte Dein System und sieh Dir Dein Bios-Einstellungen an - vergewissere Dich, dass Dein Parallel-Port für "ECP" konfiguriert ist. Lass danach das hp-Setup laufen - sieh Dir Schritt 10.1.2 an (wähle LPT als Verbindungstyp).

12.1.4 HP Device Manager

Auf den HP Device Manager kannst Du via Gnome Systemmenü zugreifen.


Registerkarte 1: Funktionen.


Registerkarte 2: Status - hier siehst Du alle Vorgänge Deines Gerätes.


Registerkarte 3: Supplies - hier siehst Du den Status für Deine Patronen, Druckerköpfe etc.


Registerkarte 4: Tools - z.B.: Patronen reinigen oder anpassen.


Registerkarte 5: Print Settings - hier kannst alles anpassen.


Registerkarte 6: Print Control - hier kannst Du den Druckautrag unterbrechen oder beenden.

12.2 Andere Drucker

Andere Drucker (auch HP Geräte wenn Du magst) können mit dem Standard Drucker Konfigurationstool konfiguriert werden (wenn sie via USB-Anschluss verbunden sind und unterstützt werden, werden sie automatisch erkannt und vorkonfiguriert). Dies ist im Gnome Systemmenü vergübar.


Hier kannst Du die Einstellungen für bekannte Drucker anpassen oder neue Drucker hinzufügen. Um einen neuen Drucker hinzuzufügen, klicke auf "New Printer".


Wähle danach den Typ der Verbindung. Denk daran, dass Du vielleicht die Einstellungen der Firewall ändern musst - je nach Typ der Verbindung. Jetdirect benötigt Port 9100 (tcp) und vielleicht auch Port 161 (tcp+udp). Der Windows Drucker via SAMBA muss den Dienst "samba" in der Firewall aktiviert haben und IPP benötigt Port 631 (tcp+udp).



Als Nächstes musst Du den Hersteller Deines Printers auswählen.


Wähle Dein Modell und empfohlenen Treiber.


Nun kannst Du den Drucker konfigurieren.

13 Installierte Software

13.1 Multimedia

  • Rhythmbox 0.11.2 (Audio Player)
  • Totem 2.20.1 (Video Player)

13.2 Grafik

  • F-Spot 0.4 (Photo Manager)
  • Gimp 2.4 (Bearbeiten/Bilder/Fotos)

13.3 Office

  • OpenOffice.org 2.3 (Office Suite)

13.4 Internet

  • Firefox 2.0.0.8 (Web Browser)
  • Evolution 2.12.1 (E-Mail Klient)
  • Ekiga 2.0.11 (Internet Telefonie)
  • Pidgin 2.2.2 (Instant Messenger)
  • Transmission 0.82 (Bittorrent Klient)

13.5 System

  • Ntfs-3g (NTFS Lese-/Schreibunterstützung)
  • Compiz 0.6.2 (Desktop Effekte)
  • Icedtea 1.7.0 (konstenlose JAVA von Sun)

14 Zusätzliche Software

14.1 Empfohlene Software

14.1.1 Adobe Flash Player

Homepage: http://www.adobe.com/products/flashplayer/
Adobe liefert eine eigene Paketdatenbank - installiere das Datenbank-Paket (Root Privilegien werden benötigt):

rpm -ivh http://linuxdownload.adobe.com/adobe-release/adobe-release-i386-1.0-1.noarch.rpm

Installiere danach das folgende Paket.
  • flash-plugin
Der plugin für Firefox wird automatisch installiert. Wenn Du dies überprüfen möchtest, öffne Firefox und gib about:plugins in das Url-Feld ein. Danach müsstest Du Folgendes sehen:

14.1.2 Adobe Acrobat Reader

Homepage: http://www.adobe.com/products/reader/
Mit dem Adobe Reader kannst Du PDF Dokumente öffnen.


Wenn Du den Acrobat Reader verwenden möchtest, öffne http://www.adobe.com/products/acrobat/readstep2_allversions.htm in Firefox und wähle eine Sprache.


Klicke auf "Download Adobe Reader"...


...und installiere das Paket mit dem Software Installer.


Klicke auf "Apply".



Klicke als Nächstes auf "Install anyway" (das Paket ist nicht signiert).


Die Software wird installiert.



Der plugin für Firefox wird automatisch installiert. Wenn Du dies überprüfen möchtest, starte Firefox neu und gib about:plugins in das Url-Feld ein. Danach solltest Du Folgendes sehen:

14.1.3 Microsoft's True Type Schriftarten

Zum Beispiel einige Schriftarten wie Arial, Times New Roman und Verdana.

Wenn Du diese Schriftarten verwenden möchtest, lade das Paket runter und installiere es (Root Privilegien werden benötigt):

wget http://www.mjmwired.net/resources/files/msttcorefonts-2.0-1.noarch.rpm
rpm -ivh msttcorefonts-2.0-1.noarch.rpm
rm msttcorefonts-2.0-1.noarch.rpm

14.1.4 W32codecs & Andere

Codecs wird benötigt um MS und einige andere Video-Formate abspielen zu können.

Wenn Du dies codecs verwenden möchtest, öffne ein Terminalfenster und gib Folgendes ein (Root Privilegien werden benötigt):

cd /tmp/
wget http://www.mplayerhq.hu/MPlayer/releases/codecs/all-20071007.tar.bz2
tar xfvj all-20071007.tar.bz2
cp all-20071007/* /usr/lib/codecs/
ln -s /usr/lib/codecs/ /usr/lib/win32

14.1.5 NTFS Konfigurationstool

Homepage: http://flomertens.free.fr/ntfs-config/
Mit nfts-config kannst Du die Schreibberechtigung für alle Deine internen und/oder externen NTFS Geräte aktivieren oder deaktivieren.



Wenn Du das NTFS Konfigurationstool verwenden möchtest, installiere das folgende Paket:
  • ntfs-config

14.1.6 Spamassassin

Homepage: http://spamassassin.apache.org/
Spamassassin wird benötigt um den spamassassin-plugin innerhalb von Evolution zu verwenden.


Wenn Du dieses plugin verwenden möchtest, installiere das folgende Paket.
  • spamassassin

14.2 Ersatz

14.2.1 Digikam (möglicher Ersatz für f-spot)

Homepage: http://www.digikam.org/
Digikam ist eine Photo Management Software.


Wenn Du digikam verwenden möchtest, deinstalliere das folgende Paket...
  • f-spot
...und installiere folgende Pakete:
  • digikam
  • kipi-plugins

14.2.2 MPlayer (möglicher Ersatz für totem)

Homepage: http://www.mplayerhq.hu
Der MPlayer ist ein Video Player mit vielen Funktionen - er unterstützt fast jedes bekannte Video-Format, z.B. MPEG/VOB, AVI, Ogg/OGM, VIVO, ASF/WMA/WMV, QT/MOV/MP4, RealMedia, Matroska, NUT, NuppelVideo, FLI, YUV4MPEG, FILM, RoQ und PVA (die codecs von Schritt 14.1.4 werden benötigt, um einige der genannten Formate zu unterstützen).


Wenn Du den mplayer verwenden möchtest, deinstalliere folgende Pakete...
  • totem
  • totem-mozplugin
...und installiere diese Pakete:
  • mplayer
  • mplayer-fonts
  • mplayer-gui
  • mplayerplug-in

14.2.3 Audacious (möglicher Ersatz für rhythmbox)

Homepage: http://audacious-media-player.org/
Audacious ist ein Audio Player.


Wenn Du audacious verwenden möchtest, deinstalliere das folgende Paket...
  • rhythmbox
...und installiere diese Pakete:
  • audacious
  • audacious-plugins
  • audacious-plugins-vortex
  • audacious-plugins-wavpack
  • audacious-plugins-nonfree-aac
  • audacious-plugins-nonfree-alac
  • audacious-plugins-nonfree-lame
  • audacious-plugins-nonfree-mms
  • audacious-plugins-nonfree-mp3
  • audacious-plugins-nonfree-tta
  • audacious-plugins-nonfree-wma

14.2.4 Azureus (möglicher Ersatz für transmission)

Homepage: http://azureus.sourceforge.net/
Azureus ist ein einfach anzuwendender Bittorrent-Klient mit vielen tollen Funktionen.


Wenn Du azureus verwenden möchtest, deinstalliere das folgende Paket...
  • transmission
...und installiere dieses Paket:
  • azureus

14.3 Optional

14.3.1 Unrar

Mit diesem Paket kannst Du rar-Dateien entpacken. Wenn Du unrar verwenden möchtest, installiere das folgende Paket:
  • unrar

14.3.2 Network Traffic Applet

Mit diesem applet kannst Du Deine Netzwerkgeschwindigkeit überwachen.



Wenn Du den Network Traffic Applet verwenden möchtest, installieren das folgende Paket:
  • gnome-applet-netspeed
Füge danach den applet dem Gnome-Panel hinzu. Klicke mit der rechten Mouse-Taste auf das Panel, wähle "Add to panel" und wähle den applet.


14.3.3 K3B

Homepage: http://www.k3b.org/
K3B ist ein Brennprogramm mit einer Menge von Funktionen.


Wenn Du K3B verwenden möchtest, installiere folgende Pakete:
  • k3b
  • k3b-extras-nonfree
  • transcode
  • normalize
  • vcdimager

14.3.4 Skype

Homepage: http://www.skype.com/
Skype ist eine Software zur Internet Telefonie, Instant Messaging etc.


Wenn Du skype verwenden möchtest, öffne ein Terminalfenster und erstelle die Paketdatenbankdatei (Root Privilegien werden benötigt):

gedit /etc/yum.repos.d/skype.repo

Füge folgenden Inhalt ein:
[skype]
name=Skype Repository baseurl=http://download.skype.com/linux/repos/fedora/updates/i586/ gpgkey=http://www.skype.com/products/skype/linux/rpm-public-key.asc gpgcheck=1 enabled=1
Installiere nun folgendes Paket:
  • skype

14.3.5 Audacity

Homepage: http://audacity.sourceforge.net/
Audacity ist eine Software zum editieren von Audio-Dateien.


Wenn Du Audacity verwenden möchtest, installiere das folgende Paket:
  • audacity-nonfree

14.3.6 Streamtuner

Homepage: http://www.nongnu.org/streamtuner/
Streamtuner ist ein Verzeichnis von Internet-Radio-Stationen. Mit dem Streamtuner kannst Du SHOUTcast-streams etc. hören.


Wenn Du Streamtuner verwenden möchtest, installiere das folgende Paket:
  • streamtuner

14.3.7 FireFTP

Homepage: http://fireftp.mozdev.org/
FireFTP ist eine Erweiterung für Firefox. Es liefert einen einfach anzuwendenden und komplett ausgestatteten ftp Klienten. Du kannst ihn ohne Firefox vom Gnome Programmmenü aus starten.


Wenn Du FireFTP verwenden möchtest, öffne https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/684 innerhalb von Firefox und klicke auf "Install Now".


Akzeptiere die Installation:


Nachdem die Installation abgeschlossen ist, starte Firefox neu. FireFTP ist vom oberen Menü aus verfügbar; Du kannst auch einfach mit der rechten Mouse-Taste auf den ftp-Link klicken.



Erstelle einen neun Eintrag im Gnome Programmmenü um FireFTP ohne Firefox starten zu können. Öffne den Main Menu Editor.


Klicke auf der linken Seite auf "Internet" und danach "New item" auf der rechten Seite.


Gib im Eintragsfenster Folgendes ein oder wähle aus:
Type: Application
Name: FireFTP
Command: firefox -chrome chrome://fireftp/content/
Comment: FTP Client
Wähle ein Symbol für den neuen Eintrag wenn Du magst.

14.3.8 Filezilla

Homepage: http://filezilla-project.org/
Filezilla ist ein ftp-Klient mit vielen Funktionen - der FTP, FTPS und SFTP unterstützt.


Wenn Du filezilla verwenden möchtest, installiere folgendes Paket:
  • filezilla

14.3.9 Gparted

Homepage: http://gparted.sourceforge.net/
Mit gparted kannst Du die Größe von Partitionen ändern und Partitionen verschieben und formatieren - viele Dateisysteme werden unterstützt.


Wenn Du gparted verwenden möchtest, installiere folgende Pakete:
  • gparted
  • jfsprogs
  • xfsprogs
  • hfsutils
  • reiserfs-utils

14.3.10 Gtkpod

Homepage: http://www.gtkpod.org/
Mit gtkpod kannst Du Deinen iPod verwalten. Viele iPods werden unterstützt, unter anderem iPod mini, iPod Photo, iPod Shuffle, iPod nano, und iPod Video.


Wenn Du gtkpod verwenden möchtest, installiere folgendes Paket:
  • gtkpod

14.3.11 K9copy

Homepage: http://k9copy.sourceforge.net/
K9copy ist ein DVD Backup Tool, welches in der Lage ist, den Inhalt einer DVD9 so zu verkleinern, dass er auf eine DVD5 passt.


Wenn Du k9copy verwenden möchtest, installiere folgende Pakete:
  • k9copy
  • mencoder

14.3.12 Rapidsvn

Homepage: http://www.rapidsvn.org/index.php/Main_Page
Von der Homepage: "RapidSVN ist eine plattformübergreifende grafische Benutzeroberfläche für das Subversion Revisionskontrollsystem"


Wenn Du rapidsvn verwenden möchtest, installiere folgendes Paket:
  • rapidsvn

14.3.13 XChat

Homepage: http://www.xchat.org/
Mit XChat kannst Du mehreren IRC Kanälen beitreten (Internet Relay Chat). Dateitransfer wird unterstützt. Du kannst XChat mit zahlreichen Skripten und Plugins anpassen.


Wenn Du xchat verwenden möchtest, installiere das folgende Paket:
  • xchat

14.3.14 Wine

Homepage: http://www.winehq.org/
Von der Wine Homepage: "Wine ist eine Open Source Implementation der Windows API, die auf X, OpenGL, and Unix aufsetzt".

Mit wine kannst Du Software von Windows auf Linux laufen lassen. Eine Liste von Software, von der man weiß, dass sie auf wine läuft, kann hier gefunden werden http://appdb.winehq.org/.


Wenn Du wine verwenden möchtest, installiere das folgende Paket:
  • wine

14.3.15 Cedega

Homepage: http://www.cedega.com/
Cedega ist eine Weiterentwicklung von WineX mit dem Fokus auf Window Spielen. Viele Spiele werden unterstützt - eine Liste von Spielen, die unsterstützt werden (mit Screenshots), kann hier http://games.cedega.com/gamesdb/ und hier http://cedegawiki.sweetleafstudios.com/wiki/Main_Page gefunden werden.

Cedega ist nicht kostenlos. Sieh Dir die Hompage an, wenn Du Details und Preise wissen möchtest.




14.3.16 VMware Server

Homepage: http://www.vmware.com/products/server/
Mit dem VMware Server kannst Du Gastbetriebssysteme wie Windows, Linux, NetWare oder Solaris installieren.




Wenn Du den VMware-Server verwenden möchtest, installiere folgende Pakete:
  • kernel-devel
  • xinetd
  • gcc
  • gcc-c++
Öffne danach http://www.vmware.com/download/server/ in Deinem Browser. Installiere die neuste Version mit dem Software-Installer und registriere Dich um eine Seriennummer zu beziehen.


Installiere ihn mit dem Software Installer.


Das Paket wird runter geladen...


...und installiert.




Klicke auf "Install anyway" (das Paket ist nicht signiert).




Öffne als Nächstes ein Terminalfenster, lade Dir den neusten any-any-patch runter und bestätige ihn. (Root Privilegien werden benötigt)

cd /tmp/
wget http://knihovny.cvut.cz/ftp/pub/vmware/vmware-any-any-update114.tar.gz
tar xvfz vmware-any-any-update114.tar.gz
cd vmware-any-any-update114
su -c ./runme.pl

Beantworte alle Fragen mit "yes" und akzeptiere die Lizenzbestimmung (wenn Du ihr zustimmst). Danach werden Dir ein paar Fragen über die Installationspfade etc. gestellt - drücke einfach Enter bei jeder Frage. Der VMware Server ist nun im Gnome Programmmenü verfügbar.

15 Links