Linux-Foundation: Neues Dateisysteme für SSDs?

Der Cheftechniker der Linux-Foundation hat eine Diskussion in Gang gebracht: Ist eine neue Technik für Flashspeicher nötig, d. h. ein neues Dateisystem für Solid State Disks?

Der Grund: Die aktuellen Dateisysteme waren nie für die Technik gedacht, die hinter SSDs steckt.  Die Diskussion kreist um das so genannte "Remapping": Moderne Massenspeicher (z.B. auch die Festplatte mit Magnetscheiben) ordnen die Zugriffe eines Dateisystems neu an, d.h. der Massenspeicher bestimmt die Position der Daten. Da der mechanische Aufbau und die Logik der Geräte unterschiedlich sind, können generische Treiber diese Unterschiede nicht berücksichtigen.

Ted Ts'o, einer der Vordenker der Linux-Dateisysteme, beschreibt dies in einem Blogeintrag: Da ein Flash-Baustein nur Datenblöcke von bestimmter Größe speichern kann, muss der Controller einer SSDs die Daten aufteilen und selbst bestimmen, wo sie gespeichert werden. Die Folge: Diese Fragmentierung bewirkt, dass beim Lesen alle Daten neu zusammengesucht werden - dies steuere wiederum den Controller.  Ts'os Argument: Da die Hersteller ständig Firmware von SSDs umarbeiten, sei eine Lösung, die die Aufteilung selbst durch das Dateisystem unterstützen, wenig sinnvoll. Daher plädiert er in seinem Blog für herstellerübergreifende Standards, wie neue ATA-Befehle.

0 Kommentar(e)

Zum Posten von Kommentaren bitte