Microsoft: Linux-Firmen unterzeichnen angeblich Patentschutz

Angeblich sollen einige Linux-Firmen Microsofts FAT-Patente lizenziert haben. Wer aber die Unterzeichner sind, ist noch nicht bekannt. Das Problem: Firmen, die ein solches Abkommen treffen, verstoßen gegen die GNU General Public License.

Vor kurzem erst hatte Microsoft Klage gegen den Navigationsgerätehersteller TomTom eingereicht. Der Vorwurf: TomTom verletze mit seinen auf Linux basierenden Geräten Microsofts Patente (drei Patente würden sich auf das Dateisystem beziehen). Gegenüber Computerworld.com offenbarte Microsoft jetzt, dass das Unternehmen durchaus Lizenznehmer für die Patente habe.

Dem Abkommen, das einer Vereinbarung zum Stillschweigen unterliegt, sollen sich insgesamt 18 Firmen aus der Navigationsindustrie angeschlossen haben; zusätzlich hätten auch Firmen, die Linux und Open-Source-Software in ihren Produkten anbieten, das "FAT LFN (File Allocation Table/Long File Name) File System Patent Licensing Program" akzeptiert.

Computerworld spekuliert, dass der eigentliche Grund für die Geheimhaltung des Abkommens in seinem Verstoß gegen die GPL liege. Die Microsoft-Lizenzvereinbarung verbiete, ihre Rechte außer an den Lizenznehmer an Dritte weiterzugeben. Laut Computerworld wurden Open-Source-Firmen von Microsoft vor die Wahl gestellt: Entweder zu zahlen (und damit gegen die GPL zu verstoßen), oder das Abkommen abzulehnen und eine Klage zu riskieren.

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