Neues Virtualisierungspaket xVM von Sun verfügbar

Das neue Virtualisierungspaket von Sun ermöglicht mehrere Betriebssysteminstanzen auf einer Maschine. xVM beinhaltet die neue Virtual Box 2.0, den xVM Server, xVM Ops Center 2.0 und xVM VDI und verwendet als Kontrollinstanz in der sogenannten Dom0, Suns eigenes Betriebssystem Solaris x86. Dieses bietet den Anwendern das dynamische Filesystem ZFS und das Analysewerkzeug Dtrace. Unklar ist, welche Version des Xen-Hypervisors zum Einsatz kommt. Aktuell ist die Version 3.3. Mit Suns xVM Server können Anwender unter Windows, Linux und Solaris auf alle Betriebsmittel der physischen Plattform zugreifen. Die virtuelle Maschine kann auf Plattformen mit Intels und AMDs Prozessoren eingesetzt werden und nutzt deren Virtualisierungstechniken. Allerdings stehen auf Suns Sparc-Systemen nur die in Solaris integrierten Techniken wie Container oder LDOMs zur Verfügung. Entscheidend für den Einsatz in professionellen Umgebungen ist eine intuitive Verwaltungssoftware, die den Einstieg in das Paket erleichtert. Hier kommt das als Managementsystem für Suns Server konzipierte xVM Ops Center 2.0 zum Zug, dass sich zur Hardware-Überwachung selbst bei ausgeschalteten Systemen auf deren ILOM stützt und auch virtuelle Maschinen erkennen und verwalten kann.

Die Software bietet Sun als Open Source an, so dass die Quellen und die Binaries von xVM Server und xVM Ops Center, für den nicht-kommerziellen Einsatz frei verfügbar sind. xVM Server und xVM Ops Center stehen unter der GPLv3. Die Virtualbox 2.0 steht unter der PUEL, deren Quellen unter der GPLv2. Da Suns xVM VDI Komponenten der einstigen SCO-Tochter Tarantella enthält, müssen Anwender beim Download der Software einer speziellen Lizenz zustimmen. Auch für den professionellen Einsatz soll das Virtualisierungspaket zur Verfügung stehen. Abhängig von der Zahl der zu verwaltenden Systeme sind für jede physische Plattform 500 US-Dollar für den xVM Server und 100 - 350 US-Dollar für das xVM Open Center an jährlichen Lizenzgebühren fällig.

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