Open-Source-Lizenzen: GPLv2 hat noch immer die Nase vorn

Ein Jahr nach ihrer Einführung verwenden derzeit 2.462 Open-Source-Projekte die Version 3 der GNU General Public License (GPLv3). Diese ist nach 16 Jahren, die zweite Modifikation der Software-Lizenz. Einige zentrale Punkte wurden an die heutigen Rahmenbedingungen angepaßt. Zudem orientiert sich die Lizenz nun nicht mehr so stark am US-Copyright-System. Die Mehrzahl der Open-Source-Projekte nutzt dennoch weiterhin die GPLv2. Danach folgt die LGPL 2.1, die von 11 Prozent der Projekte verwendet wird. Rund 357 Projekte lizensieren ihre Produkte unter der Lesser General Public License in der Version 3 (LGPLv3). Dies geht aus einer Untersuchung des US-Unternehmens Black Duck hervor. Der Anbieter von Software zum Lizenzmanagement hat die Veränderungen in der Lizenzierung zwischen dem Veröffentlichungstermin der GPLv3 im Juni 2007 und Juni 2008 beobachtet. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung ist die Zunahme der Duallizenzierung. So veröffentlichen immer mehr Anbieter (z.B.: MySQL oder SugarCRM), ihre freien Versionen unter der GPL und eine kommerzielle Variante unter einer speziellen Lizenz. Auch Palamida, ein Konkurrent von Black Duck beobachtet die Veränderungen bei der Lizensierung. Hier werden aber abweichend 2.767 GPLv3-lizenzierte Projekte und 261 mit LGPLv3-Lizenz verzeichnet, (via golem.de).

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