Red Hat stellt Embedded-Hypervisor vor

Red Hat hat auf seiner gestern gestarteten IT-Konferenz seine neue Virtualisierungsplattform präsentiert. oVirt läßt sich als kleiner Embedded-Hypervisor einsetzen, ohne dafür extra ein Hostsystem zu installieren. Anders als bei Red Hat Enterprise Linux (RHEL) basiert der neue Hypervisor auf KVM statt Xen. Das KVM-Projekt (Kernel-based Virtual Machine) ist seit 2007 Bestandteil des Linux-Kernels und nutzt die Hardware-Virtualisierungstechniken von AMD und Intel. Dadurch kann die Open-Source-Software auch unmodifizierte Gäste wie Windows ausführen. oVirt soll sich in einen 64-MByte-Flashspeicher installieren lassen und konkurriert daher mit VMwares ESX 3i, der von einigen großen Serverherstellern (u.a. Dell) in deren Geräte integriert wird. Von oVirt steht eine Betaversion zum Download bereit.

Red Hat hat eigens zum neuen Hypervisor eine passende Verwaltungssoftware entwickelt, auf die sich über eine Weboberfläche zugreifen läßt. Die "Virtual Infrastructure Management" Software spricht den Hypervisor über Red Hats Libvirt an. Zudem wurde das bereits ältere Sicherheitsprojekt Free IPA an oVirt angebunden, um so das Identitätsmanagement u.ä. zentral zu steuern.

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