Ubuntu 8.10: Solide - doch wenig innovativ

Golem.de hat die von Canonical veröffentlichte Version Ubuntu 8.10 - alias Intrepid Ibex - einem ausführlichen Test unterzogen. Das Ergebnis: Wenig Neues und doch ein solides Update. Golem empfiehlt deshalb: Wer neue Ubuntu-Programmversionen sucht und nicht auf den längeren Unterstützungszeitraum der LTS-Versionen angewiesen ist, der kann ruhig auf Ubuntu 8.10 umsteigen.

Die Fakten in Kürze:

- die Server-Edition bietet ein Programm zum Erstellen virtueller Maschinen und andere interessante Funktionen: Ubuntu 8.10 kann als paravirtualisierter Gast unter einem Xen-Hypervisor laufen, enthält eine aktualisierte Version der Virtualisierungslösung KVM, und einen kompletten Java-Stack bestehend aus Apache Tomcat 6.0 sowie dem OpenJDK. Im Main-Repository arbeiten ClamAV und Spam Assassin.

- die Desktop-Edition besitzt einen neuen Network-Manager, der dabei hilft, UMTS-Verbindungen komfortabel einzurichten. Die standardmäßig aktivierten Desktopeffekte der neuen Version sind angenehm zurückhaltend, ohne dabei auf nette Animationen zu verzichten (z.B. beim Wechsel zwischen den virtuellen Desktops). Da eine Ecryptfs-Unterstützung fehlt, können Dateien nur direkt aus dem Kontextmenü des Dateimanagers (mittels GnuPG) heraus verschlüsselt werden.

- "Uncomplicated Firewall": Die Pakete sind mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen übersetzt, so dass sich Fehler in Anwendungen schwerer als Sicherheitslücke ausnutzen lassen sollen. Administratoren können die Firewall mittels zugelassener Dienste (z.B. Apache, Bind oder Dovecot) verwalten.

- Ubuntu 8.10 enthält den Browser Firefox 3.0.3, die Bildbearbeitung Gimp 2.6.1, den E-Mail-Client Thunderbird 2.0.0.17 sowie das Büropaket OpenOffice.org 2.4.1.

Die neue Ubuntu-Version 8.10 steht als Desktop- und als Server-Variante zum Download bereit. Die Desktop-CD ist eine Live-CD, mit der das System ohne Installation ausprobiert werden kann. Zudem gibt es - auch bei Kubuntu - die sogenannte Alternate-CD für die automatisierte Installationen, LVM- und RAID-Partitionierung sowie für die Erstellen von OEM-Systemen.

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