USA: Black Duck entlarvt fünf Open-Source-Mythen

Auf Basis eigener Studien entlarvt das us-amerikanische Unternehmen Black Duck, das Lizenz-Management-Software vertreibt, fünf Mythen rund um die Entwicklung freier Software. Dafür sammelte das Unternehmen den Code von aktuell über 170.000 Open-Source-Projekten.

Hier die Erkenntnisse im Überblick:
1) Falsch sei, dass Open Source stets als reiner Quelltext erscheine. Nur 15 Prozent seien Quellcodes - es gebe viermal so viele Binarys, sowie Skripte, Grafiken oder Dokumentationen.

2) Falsch sei, dass freie Software in der IT-Infrastruktur meist Linux und MySQL sind. Statt kompletter Anwendungen kämen vielmehr Komponenten wie Apache Log4j zum Einsatz.

3) Es seien nicht nur ein paar Milliarden Codezeilen sondern mehrere zehnmilliarden Zeilen im Internet frei verfügbar.

4) "Echte Programmierer kommentieren ihren Quelltext nicht", lautete ein weiterer Mythos. Black Duck geht bei Open-Source-Projekten von einer Kommentarzeile auf vier Zeilen Quelltext aus - vor allem bei Java-Code werde viel kommentiert.

5) Falsch sei auch, dass die im Sommer 2007 veröffentlichte GPLv3 weitgehend ignoriert werde - Black Duck zählte über 6.300 Projekte, die die neue Lizenz angenommen haben. Damit habe die GPLv3 die Apache-Lizenz, die CPL sowie die Mozilla- und MIT-Lizenzen hinter sich gelassen.

(via golem.de)

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