Wie man den VMware Server (Version 1.0.6) auf einem Fedora 9 Desktop installiert

Version 1.0
Author: Falko Timme


Diese Anleitung veranschaulicht Schritt für Schritt, wie man den VMware Server (Version 1.0.6) auf einem Fedora 9 Desktop System installiert. Mit dem VMware Server kannst Du Gastbetriebssysteme (”virtuelle Maschinen”) wie Linux, Windows, FreeBSD etc. unter einem Hostbetriebssystem erstellen und ausführen. Das hat den Vorteil, dass Du mehrere Betriebssysteme auf einer Festplatte ausführen kannst, was viel Geld spart. Außerdem kannst Du virtuelle Maschinen von einem VMware Server zum nächsten verschieben (oder zu einem System, das den VMware Player hat).

Außerdem kannst Du mit dem VMware Server Deinen alten Windows Desktop (den Du zuvor mit dem VMware Converter in eine virtuelle Maschine konvertiert hast, was in dieser Anleitung beschrieben wird: http://www.howtoforge.com/vmware_converter_windows_linux) unter Deinem Fedora Desktop ausführen. Das kann sehr nützlich sein, wenn Du Programme unter Windows verwenden möchtest, auf die Du nicht verzichten kannst oder wenn Du erst langsam zu Linux überwechseln möchtest.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass dies nicht der einzige Weg ist, ein solches System einzurichten. Es gibt viele Möglichkeiten dieses Ziel zu erreichen - dies ist der Weg, den ich gewählt habe. Ich übernehme keine Garantie, dass dies auch bei Dir funktioniert!

1 Vorbemerkung

Bis Version 1.0.6 musste der VMware Server gepatcht werden um auf einem Fedora 9 System richtig installiert werden zu können, da er den Kernel 2.6.25 (siehe Kapitel 8.3.14 auf http://www.howtoforge.com/the-perfect-desktop-fedora9-gnome-p7) nicht unterstützte. Ab Version 1.0.6 (am 29. Mai 2008 veröffentlicht) ist das nicht mehr notwendig.

2 Installation benötigter Pakete

Bevor wir den VMware Server installieren können, müssen wir einige Voraussetzungen installieren. Um diese zu installieren, öffne ein Terminalfenster (Applications > System Tools > Terminal):


Werde Root-Anwender:

su

Nun müssen wir die Kernel Version herausfinden indem wir dies ausführen:

uname -r

2.6.25.3-18.fc9:

Wenn Du das System nicht aktualisiert hast, dann hast Du wahrscheinlich einen Kernel 2.6.25.3-18.fc9. Wenn das der Fall sein sollte, kannst Du die Voraussetzungen wie folgt installieren:

yum install kernel-devel xinetd gcc gcc-c++ perl-devel perl-ExtUtils-Embed

2.6.25-14.fc9.i686:

Wenn Du das System aktualisiert hast, hast Du wahrscheinlich einen Kernel 2.6.25-14.fc9.i686; als diese Anleitung verfasst wurde, gab es in den Fedora Paketdatenbanken kein kernel-devel Paket für diesen Kernel, daher müssen wir es manuell installieren:

Zunächst entfernen wir jedes vorhandene kernel-devel Paket:

yum remove kernel-devel

Dann laden wir das richtige kernel-devel Paket für den Kernel 2.6.25-14.fc9.i686 runter und installieren es wie folgt (Du kannst auf http://rpm.pbone.net/index.php3 nach dem richtigen kernel-devel Paket für Deinen Kernel suchen - interessanterweise musste ich nach RedHat 9 Paketen anstelle von Fedora 9 suchen um die richtigen Pakete zu finden...):

wget ftp://ftp.uni-bayreuth.de/pub/redhat.com/fedora/linux/releases/9/Everything/i386/os/Packages/kernel-devel-2.6.25-14.fc9.i686.rpm
rpm -ivh kernel-devel-2.6.25-14.fc9.i686.rpm

Letztlich installieren wir die fehlenden Voraussetzungen:

yum install xinetd gcc gcc-c++ perl-devel perl-ExtUtils-Embed


3 VMware Server

Um den VMware Server runter zu laden, gehe zu http://www.vmware.com/download/server/ und klicke auf Download Now:


Akzeptiere die Lizenzbestimmung indem Du auf Yes klickst:


Lade dann den VMware Server für die Linux .tar.gz Datei (nicht die .rpm Datei!) runter, z.B. nach /home/falko/Download:





Um die Seriennummer zu beziehen, die Du benötigst, um den VMware Server ausführen zu können, gehe zu http://register.vmware.com/content/registration.html. Gib Deine persönlichen Daten ein. Danach erhältst Du eine Seite mit einer Seriennummer für den VMware Server. Schreib sie auf und drucke sie aus:



Um den VMware Server zu installieren, öffne ein Terminalfenster (Applications > System Tools > Terminal) und werde Root-Anwender:

su

Gehe dann zu dem Verzeichnis, in dem Du die VMware Server .tar.gz Datei gespeichert hast, z.B. /home/falko/Download (ersetze falko mit Deinem eigenen Benutzernamen!):

cd /home/falko/Download

Entpacke die VMware Server .tar.gz Datei und führen den Installer aus:

tar xvfz VMware-server-*.tar.gz
cd vmware-server-distrib
sudo ./vmware-install.pl

Der Installer wird Dir eine Menge Fragen stellen. Du kannst die Standardwerte beibehalten indem Du einfach ENTER drückst.

Wenn Du gefragt wirst:

In which directory do you want to keep your virtual machine files?
[/var/lib/vmware/Virtual Machines]

... kannst Du entweder den Standardwert beibehalten oder einen anderen Ort festlegen, der genügend freien Speicherplatz hat, um Deine virtuellen Maschinen zu speichern.

Am Ende der Installation wirst Du gebeten die Seriennummer einzugeben:

Please enter your 20-character serial number.

Type XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX or 'Enter' to cancel:

Gib die Seriennummer für den VMware Server ein.

Nach der erfolgreichen Installation kannst Du die VMware Server Download-Datei und das Installationsverzeichnis löschen:

cd /home/falko/Download
rm -f VMware-server*
rm -fr vmware-server-distrib/

Nun findest Du den VMware Server unter Applications > System Tools > VMware Server Console:


Wenn Du ihn startest, wähle Local host:


Danach kannst Du virtuelle Maschinen erstellen (oder Deine virtuelle Windows Maschine importieren, die Du mit dem VMware Converter erstellt hast):

4 Links