Wie man NTFS Schreibunterstützung (ntfs-3g) auf Fedora 7 verwendet

Version 1.0
Author: Falko Timme


Normalerweise können Linux Systeme nur von Windows NTFS Partitionen lesen und nicht auf die Partitionen schreiben, was ziemlich ärgerlich sein kann, wenn man Du mit Linux und Windows Systemen arbeiten musst. Hier kommt ntfs-3g ins Spiel. ntfs-3g ist ein kostenlos erhältliches, open source NTFS Laufwerk für Linux mit Lese-und Schreibunterstützung. Diese Anleitung veranschaulicht, wie man ntfs-3g auf einem Fedora 7 Desktop verwendet, um von einem Windows NTFS Laufwerk und Windows Partitionen lesen und auf sie schreiben zu können.

Diese Anleitung ist ohne jegliche Gewähr! Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass dies nicht der einzige Weg ist, ein solches System einzurichten. Es gibt viele Wege dieses Ziel zu erreichen - dies ist der Weg, den ich gewählt habe. Ich übernehme keine Garantie, dass dies auch bei Dir funktioniert!

1 Vorbemerkung

Ich habe dies auf einem Fedora 7 Desktop mit einer externen NTFS USB Festplatte ausprobiert.

2 Gebrauch von ntfs-3g

Glücklicherweise ist ntfs-3g auf Fedora 7 vorinstalliert. Also können wir es gleich benutzen, ohne dass wir etwas installieren oder konfigurieren müssen. Während Du jetzt also vor Deinem Fedora 7 Desktop sitzt, schließe Deine externe NTFS Festplatte an und schalte sie ein.


Nach ein paar Sekunden (wenn nichts schief läuft) solltest Du ein Desktop-Symbol für Dein NTFS Laufwerk (meins heißt BACKUP) sehen. Außerdem sollte ein Datei Explorer Fenster erscheinen, das die Inhalte der Festplatte anzeigt:


Das bedeutet, dass wir zumindest von dem NTFS Laufwerk lesen können. Aber natürlich möchten wir wissen, ob die Schreibunterstützung funktioniert. Um dies zu überprüfen, kannst Du zu irgendeinem Unterordner (oder im Root Ordner bleiben) des NTFS Laufwerks gehen, klicke mit der rechten Mouse-Taste in ein leeres Feld und wähle Create Folder (Du könntest auch Create Document auswählen):


Gib die Bezeichnung des neuen Ordners ein. Wenn der Ordner ohne Fehler angelegt wurde, bedeutet das, dass die Schreibunterstützung für unser NTFS Laufwerk funktioniert!


Bevor Du ausschaltest/die Verbindung Deines NTFS Laufwerks mit dem Fedora System abbrichst, musst Du es deaktivieren (oder Du riskierst eine Beschädigung Deines Dateisystems!). Um dies zu tun, klicke mit der rechten Mouse-Taste auf Desktop-Symbol des Laufwerks und wähle Unmount Volume:


Nachdem das Desktop-Symbol des Laufwerks verschwunden ist, kannst Du die Festplatte entfernen und ausschalten.

3 Fehlersuche

Wenn Du Dein NTFS Laufwerk anschließt und es nicht erkannt wird, Du stattdessen eine Fehlermeldung siehst, in der Dir etwas derartiges mitgeteilt wird:

Cannot mount volume.

Unable to mount the volume 'BACKUP'.

Volume is scheduled for check. Please boot into Windows TWICE, or use the 'force' mount option. For example type on the command line:

mount -t ntfs-3g/dev/sdb1 /media/BACKUP -o force

Or add the option to the relevant row in the /etc/fstab file:

/dev/sdb1 /media/BACKUP ntfs-3g defaults,force 0 0

bedeutet das, dass das NTFS Laufwerk vorher nicht sicher vom Windows System entfernt worden ist.


Um dies zu beheben, müssen wir erneut in unser Windows System starten und unser NTFS Laufwerk anschließen. Klicke im Windows Explorer mit der rechten Mouse-Taste auf das Laufwerk und wähle Properties:


Gehe dann zur Extras Registerkarte und durchsuche das Laufwerk nach Fehlern (das erste Feld Jetzt prüfen... auf diesem Screenshot (ich habe ein Deutsches Windows...)):


Wähle die Option, mit der Dateisystemfehler automatisch korrigiert werden (Dateisystemfehler automatisch korrigieren):


Das Laufwerk wird nun überprüft:


Klicke danach auf OK :


Danach musst Du das Laufwerk sicher entfernen indem Du auf den grünen Pfeil in der Tool-Zeile klickst. Du solltest von nun an immer diese Option nutzen, anstatt das Laufwerk einfach so zu entfernen. Wenn Du es einfach entfernst, tritt der Cannot mount volume Fehler in Fedora erneut auf.


Ein paar Sekunden nachdem Du auf den grünen Pfeil geklickt hast, teilt Dir Windows mit, dass das Laufwerk nun entfernt werden kann:


Danach kannst Du das Laufwerk mit Deinem Fedora System verbinden und es sollte nun ohne Fehler erkannt werden.

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