MAILER DAEMON Mails landen in der MailQ

#1
Hi,

ich habe folgendes "Problem":
Ich habe mehrere Domains für einen Kunden, die dann nur über eine Maildomain wirklich abgefragt werden. Also zum Beispiel @Firma.de, @tolle_Firma.de und @dieAndereTolleFirma
Damit der Kunde nur eine Domain abfragen muss, habe ich für die anderen beiden Alias-Email-Domains eingerichtet:
@tolle_Firma.de --> @Firma.de und @dieAndereTolleFirma --> @Firma.de

Jetzt kommt eine Mail an für Hans-Karl@tolle_Firma.de, wird weitergeleitet an Hans-Karl@Firma.de. Da will dann der Server dem Versender sagen, dass es die Mailadresse gar nicht gibt, erreicht den Versender aber nicht mehr, da es ja ein SPAM-Versender war.
Im Laufe einer Woche laufen so immer 2-3 Mails auf, die ich dann entweder aus der MailQ lösche, oder warte, bis sie sich da irgendwann selber raus löschen.

Ist da was falsch konfiguriert? Oder habe ich einen Denkfehler bei der Einrichtung der Mailkonten?
Eigentlich ist der Server komplett nach diesem TUT eingerichtet:
The Perfect Server - Debian Wheezy (Apache2, BIND, Dovecot, ISPConfig 3) | HowtoForge - Linux Howtos and Tutorials

Grüße
Laubie
 

Till

Administrator
#2
Postfix kann eine mail nur sofort abweisen wenn er wiß dass es sie nicht gibt. Bei aliasdomains weiß er nicht ob es die adresse auf der zieldomain gibt, daher nimmt er erstmal alles an und stellt später fest dass es die Adresse nicht gibt, kann die mail aber zu dem zeitpunkt nicht mehr ablehnen.

Die Beste Lösung ist dass Du keine Aliasdomains einsetzt sondern email address Aliase also ich@domaina.tld auf ich@domainb.tld anstatt @domaina.tld auf @domainb.tld
 
#3
Hi Till,

danke für die Antwort. Dann muss ich die Mailkonten wohl doch von Hand "alias-en" ;)

Hatte gehofft, mir über die Alias-Domain viel Arbeit zu ersparen.

Oder ist es "schädlich" wenn ich die 10-15 Mails in der Queue lasse, bis sie von selbst verschwinden?

Grüße
Laubie
 
#5
Klingt interessant...!

Ich behaupte, ISPConfig behandelt Alias-Domains prinzipiell falsch!

Eine Alias Domain ist trivial nichts anderes als
virtual_alias_domains = example.com

also

virtual_alias_domains = hash:/etc/postfix/virtual_alias_domains
/etc/postfix/virtual_alias_domains
example.com
example.org
example.net

und benötigt anschließend noch ein

virtual_alias_maps = hash:/etc/postfix/virtual_alias_maps
user1@example.com user1@realdomain.tld
user1@example.org user1@realdomain.tld
user1@example.net user1@realdomain.tld


ISPConfig fordert bei der Konfiguration einer Alias Domain aber zur Eingabe einer Source und einer Destination Domain auf. Wozu? Ich nehme an, dass anstelle einer Alias Domain ein Domain *Catch-All * nach der Art

virtual_alias_maps = hash:/etc/postfix/virtual_alias_maps
@example.com @realdomain.tld


eingerichtet wird. Bei der Auswertung der Tabellen besitzen spezifischere Einträge eine höhere Priorität als allgemeine Einträge. Der Catchall Eintrag wird daher für Adressen der Domain gültig, für die kein spezifischer Eintrag, also kein virtual_alias_maps enthalten ist.
Da Catchall-Einträge aber das große Fressen für Massenspammer sind [1] würde ich das tunlichst unterlassen. Richte für Deine Firmendomains ordentliche Maildomains und -konten ein und leite jedes der Konten an den reellen Empfänger weiter. Letztendlich wirst du es nicht bereuen.

@Till
Bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege!

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Backscatter_(E-Mail)
 

Till

Administrator
#6
Das kann sein, muss ich mir mal ansehen. Du brauchst aber in jedem Fall eine Source und Target Domain, denn sonst weißt Du nicht welche Domain auf welche andere gemapped wird. Empfehlen würde ich Aliadomains sowieso nicht, habe es ja oben bereits beschrieben.
 

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