Netzwerkfestplatte mit RAID1

hahni

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#1
Hallo zusammen, ich benötige für ein Rack im RZ eine Netzwerkfestplatte mit Festplattenspiegelung. Im Endeffekt soll das Gerät von außen über die IP erreichbar sein und die Daten sollen wahlweise per FTP oder/und über Samba übertragen werden können. Welches Gerät erfüllt diese Voraussetzungen und ist auch entsprechend konfigurierbar? Wäre schön, wenn das System über Hot-Plug-Einschübe hätte. Viele Grüße Hahni
 
#2
Eine Netzwerkfestplatte im Rackformat wäre mir nicht bekannt, außer du suchst so ein Rack Storage Server, also etwas wie z.B. die LaCie 12big Rack Storage Server für um die 6.000 €.

Ansonsten was ich selber habe die Western Digital 4 TB WD Sentinel DX4000 (WDBLGT0040KBK) ist richtig gut. Hatte mal eine LG NAS 2 TB die das kann was du suchst (mit geflashter Firmware) und die wäre viel günstiger als die von WD.
 

hahni

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#3
Ich werde mal deine beiden Vorschläge prüfen. Nun aber kommt die Anforderung nach einem Mail-Archiv dazu. Sieht so aus, als ob wir das mit der externen Festplatte allein wohl nicht lösen können :(!
 
#4
@hahni --> Wir bieten eine Archivierungslösung die an beliebige MTA's andocken kann. Bei Bedarf kannst du dich gern per PM melden.

/LG mare
 

hahni

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#5
Da wir selbst Racks und damit auch Server betreiben, kommt eine Outsourcing-Lösung leider nicht in Betracht. Trotzdem dankeschön für dein Angebot. Mir geht es eher um die Bewerkstellung sowie die passenden Tools. Aber die Archivierung soll - auch auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden - nicht außer Haus gegeben werden.
 
#8
Was meinst du mit deiner Frage?
Warum man E-Mailarchivierung überhaupt braucht?

Hier die Kurzfassung ;-)

Da hier schon ein paar steuerlich- / geschäftskritische Sätze drinstehen möchte ich darauf hinweisen das dieses Post keine Rechtsbelehrung darstellt und somit lediglich meine persönliche Meinung - die ich mir aus verschiedenen Quellen und Gesprächen mit unserem RA gebildet habe - widerspiegelt.

JEDER der in DE Geschäftsbriefe, Rechnungen, Reklamationen, Bestellungen per E-Mail empfängt oder versendet ist verpflichtet diese Dokumente zu archivieren. Und zwar so wie er sie erhalten bzw. versendet hat. (Ausdrucken und Falten = Betrug).

Wer das nicht macht verletzt seine Buchführungspflicht. Das Finanzamt ist berechtigt die Vorsteuer für Rechnungen zu streichen die nicht ordnungsgemäß archiviert wurden. Wir haben schon Abschriften der Steuerprüfungsanmeldung gesehen wo das FA verlangt das alle elektronischen Rechnung aus dem Prüfungszeitraum auf einem Datenträger bereitgestellt werden müssen.

Die Archivierung muß dabei revisionssicher und - im eigenen Interesse - verschlüsselt erfolgen. Die Archivierung muß in DE erfolgen. Einen Speicherung in z.B. den USA ist nicht zulässig.

Neben den ganzen Pflichten bringt eine Archivierung auch den Vorteil das man in sekundenbruchteilen auf alte E-Mails zugreifen kann. Je nach System können auch Anhänge durchsucht werden.
 

hahni

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#9
Das ist doch einmal eine sehr ausführliche Antwort. Sehr lieb von dir, dass du so ausführlich geschrieben hast.

Die Voraussetzungen überfordern kleine Firmen definitiv sehr. Mein Mail-Archiv der letzten 10 Jahre ist bereits schon 15 GB groß. Selbst Spam muss mit archiviert werden, denn sonst wäre das Archiv verfälscht, richtig?

Natürlich auch wieder eine Frage ohne Rechtsberatung... :D!
 
#10
Kein Problem, gerne.

Theoretisch ja aber es kommt auf die Spamlösung an ;-) Wenn der Spam in Quarantäneordner landet muß er archiviert werden. Wenn er bereits beim Einliefern abgelehnt wird dann nicht :rolleyes:

Kleine Firmen können die Archivierung als hosted Version nutzen und müssen nichts machen außer Ihren Postein und -ausgangsserver ändern.
Die E-Mailadressen können beim Anbieter (egal welchem) bleiben.
 

hahni

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#11
Ich setze ISPConfig 2 ein und da kommt eben auch mal gelegentlich Spam durch... Zudem behagt es mir nicht, dass die Mails zu einem externen Dienstleister weitergeleitet werden. Und zwar aus zweierlei Sicht: erstens betreiben wir wie gesagt selbst Server und zweitens haben solche Geschäftsgeheimnisse extern nichts zu suchen.
 
#12
Da du den "Spam" ja annimmst und der Gegenstelle somit die Annahme mit 250 bestätigst mußt du das normalerweise auch archivieren.
Das "auslagern an einen externen Dienstleister" ist in sofern sicher da alle Mails mit deinem Tresokey per AES verschlüsselt sind. Somit ist auch Backup auf einen "unsicheren" Speicher kein Problem. Andere können mit den Daten nichts anfangen.

Außerdem kann deine Mail an jedem Hop über den sie geht mitgelesen werden. (Außer beide Systeme kommunizieren über SSL)

Wenn man selbst Server betreibt ist es ein Aufwand von 10 Minuten die Archivierung zu installieren. Die Authentifizierung geht über SMTP. Die Archivierung selbst über einen SMTP-Proxy oder per Sendmail und Postfix einfach über einen Milter.
 

hahni

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#13
Wenn es so einfach ginge und es eine entsprechende Software für Mailserver-Betreiber geben würde, dann würden genau die Anbieter, die eine Archvierung anbieten, nicht so viel dafür verlangen. Mir jedenfalls ist keine solche Lösung bekannt (leider).
 
#14
Hmm, den Satz habe ich leider nicht richtig verstanden. Wie meinst du dass?
Sicher gibt es solche Lösung ;-) Fix und fertig zur Installation auf dem eigenen System. Kostenpunkt 10-20 € pro ausgehende Mailbox. Gern auch als 30 Tage kostenlose Testversion. Wenn es für Till ok ist kann ich den Link posten. Wenn nicht bitte per PM.
 
#16
OK, ich habe dir eine PM mit den Downloadlinks geschickt.
Es ist auch ein Handbuch dabei wo alles beschrieben ist.

Ich gehe mal davon aus, dass der Server ein Linuxsystem ist.
Dann einfach das Linux .tgz herunterladen -> entpacken -> den Installer starten. Die Archivierung wird komplett unter /usr/local abgelegt.
Deinstallation rm /usr/local/archivierung

Per default ist eine 30 Tage Lizenz dabei wo do alles durchtesten kannst.

Für Postfix ist es am einfachsten den Milter zu verwenden. Der Client wird übers WAN keinen Server finden da er den im LAN per Broadcast sucht. Beim Clientstart bitte auf das "Einstellungen" im Startfenster klicken und den Namen / die IP vom Server eintragen.

Wenn dir das alles zuviel ist nur um das System mal zu sehen kann ich es dir auch gerne per Remotesession mal zeigen.

PS: 5% aller evtl. abgeschlossener Geschäfte werden wir für die Weiterentwicklung von ISPconfig spenden !
 
#17
@hahni, betreffend der frage am start des postings, wir haben mehrere geräte von qnap in betrieb:
QNAP Systems, Inc. - Network Attached Storage (NAS) - Produkte - Produkte - Netzwerkspeicher

sehr zuverlässig und für jeden was dabei, die *79 serie ist die
highendlösung, wir haben aber auch *69 serie im einsatz und
ist was die stabilität betrifft ungeschlagen.
preise ohne platten für einen TS869 ca 1500 euro und für einen 1679 ca 3500-4000 euro je nach ausführung.

gruss
juergen
 

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