nginx als Reverse Proxy vor einem Apache einsetzen

Dieses Thema im Forum "Installation und Konfiguration" wurde erstellt von benutzer, 24. Mai 2016.

  1. benutzer

    benutzer Member

    Hallo,

    wie kann ich nginx als Reverse Proxy vor einem Apache-Webserver einsetzen und weiterhin die Domains über ISPConfig verwalten?
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2016
  2. benutzer

    benutzer Member

    Gibt es die Möglichkeit mehrere Webserver (z.B. nginx, Apache, lighttpd) zu installieren und pro Domain einen auszuwählen, mit welchem die entsprechende Domain aufgerufen werden soll? Müssten die Webseiten z.B. auf dem Port 80 und 443 durch einen "zentralen" Webserver z.B. nginx ausgeliefert werden, wo sich entsprechend ein "Proxy-Eintrag" befindet, welcher intern auf den Port von dem entsprechend ausgewählten Webserver weiterleitet?
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Mai 2016
  3. Till

    Till Administrator

    Nicht auf ein und demselben Server (zumindest nicht ohne virtualisierung). Dazu müsstest Du ein ISPConfig Multiserver setup aufsetzen bestehend aus mehreren server bzw. virtuellen servern.
     
  4. benutzer

    benutzer Member

    Danke für deine Antwort, Till. Gilt das gleiche auch für MariaDB und MySQL? Oder kann man insgesammt nur eins von beiden verwenden? Wird eigendlich PostgreSQL von ISPConfig unterstützt?
     
  5. benutzer

    benutzer Member

    Kann ich den trotzdem Nginx als Reverse Proxy einrichten oder geht nur Nginx oder Apache?
     
  6. JeGr

    JeGr Member

    @benutzer siehe hier: http://www.ispconfig.org/ispconfig/services-and-functions/
    PostgreSQL ist nicht supported.
    MariaDB ist - je nachdem über was für eine Version wir reden und was für einen Nutzen - ein Drop-In-Replacement für MySQL. Es macht IMHO keinen Sinn beide zu betreiben, denn die Features auf beiden Seiten, die sich tatsächlich unterscheiden sind recht marginal und im Bereich dessen angesiedelt, was einen mit "normalen" Web-Services kaum wirklich betreffen wird. Allerdings gibt es einige Dinge die (subjektiv und IMHO) für Maria statt MySQL sprechen, angefangen bei "unwichtigen" Dingen wie Offenheit und Kommunikation, über Entwicklungsfortschritt (bei Maria sind bspw. mit MaxScale und GaleraCluster zwei wichtige neue Projekte in Bezug auf DB Operations entstanden!) bis hin zu Reporting bei Bugs und Mitarbeit beim Projekt. Was wohl auch mit ein Grund ist, warum viele Distros inzwischen bereits MySQL durch MariaDB als Default ersetzt haben (SuSE, Fedora, RedHat, etc.) und sich auch bei Debian & Ubuntu in den neuen Versionen Maria und selbst Percona als DB Server mit in den Repos tummeln.

    Genausowenig macht es m.E. Sinn, mehrere Webserver zu betreiben. Man entscheidet sich schon allein des Support-Aufwandes her für einen der unterstützt wird und den man managen kann. Nginx macht hier deutlich mehr Arbeit, da viele Applikationen sich (meiner Meinung nach zu sehr) auf die .htaccess Unterstützung von Apache verlassen und diese einfach stillschweigend voraussetzen. Hier wird also oft Nacharbeit auf den Admin zukommen. Lighty macht hier noch weniger Sinn, da die Unterstützung hier noch weniger groß ist, als bei Nginx und das Projekt m.W. auch kaum mehr wirkliche Updates bekommt. Die letzten Patches waren alles Bugfixes und das vorletzte Release auch noch eine API Umstellung. Ich sehe Lighty daher mehr in sehr speziellen leichtgewichtigen Umgebungen (embedded), nicht als full-featured Web-Server.

    Das kann sicher funktionieren (Till hat hier m.W. bereits einen Mod verlinkt, der Nginx als Proxy in ISPC als Plugin einbindet). Ist eine Möglichkeit. Wenn man sich aber eh mit Nginx beschäftigen möchte, ist die Frage, ob man dann nicht gleich Nginx als Main-Webserver einsetzen möchte und dann den Proxy via Einstellungen der Website aktiviert/deaktiviert wie benötigt.
     

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